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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1291
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Schimmel zu Brunn

Am alten Schloß zu Brunn wird das steinerne Bild eines Rosses gezeigt. Hier wohnte vorzeiten in Glück und Ehren ein wackerer Rittersmann. Sein braves Weib schenkte ihm drei stattliche Söhne; die waren allesamt wohlgestaltet von Ansehen und glichen dem Vater an Mut und Biederkeit.

Als sie nun großgewachsen und männliche Helden geworden waren, gedachte der Alte, einem von den dreien seine Burg zu übergeben. Um aber keinem unrecht zu tun, ließ er alle drei vor sich kommen und erklärte sich des Willens, demjenigen von ihnen die Burg zu übergeben, der in einem Wettrennen den Preis davontrüge. Ein benachbartes Schloß wurde als das Ziel bezeichnet, dahin sollten sie miteinander den entscheidenden Ritt unternehmen.

Die drei Brüder waren das wohl zufrieden, ließen ihre Rosse schirren und flogen pfeilschnell mitsammen davon. Bald sah man sie aus der Ferne wieder heimwärts jagen. Der erste aber, der durch das Tor des Schlosses einherstürmte, hatte sein Glück einem vortrefflichen Schimmel zu verdanken. Er wurde Burgherr und ließ zum Andenken das getreue Tier in Stein an dem Schloß abbilden.

 


 

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