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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1283
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Frevel am Freitag

Am Fuß des mächtigen Osser im Bayerischen Wald wurde im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert Bergbau betrieben, der sehr ergiebig gewesen sein soll. Einmal – es war gerade an einem Freitag – entdeckten Bergleute aus dem Dörfchen Silbersbach eine ungemein reiche Goldader. In der Freude über diesen Fund warfen sie die Werkzeuge weg und eilten zu Tage, um aller Welt ihr Glück zu verkünden. Nicht zufrieden damit, zogen sie unter dem Schall der Musik ins Wirtshaus und zechten und tanzten die ganze Nacht hindurch.

Aber was geschah? Als sie am Morgen die Arbeit beginnen wollten, fanden sie die Grube, in der die Ader lag, von den Wildwassern ersäuft, die durch keine menschliche Anstrengung mehr bewältigt werden konnten. Also strafte der Himmel die frevelhafte Verunehrung des Leidenstags Christi.

 


 

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