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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1220
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Sunderburg bei Schöngeising

Auf den waldigen Höhen, die sich am östlichen Ufer des Ammerflusses hinziehen, sind nicht fern vom Dorf Schöngeising Spuren alter Befestigungen zu treffen, die das Volk »Sunnenburg« oder »Sonnenburg« nennt. Hier soll der heilige Rasso, Graf von Andechs und Dießen und Gaugraf des Husen- und des Ammergaus, ein Schloß gehabt haben, das man zu jener Zeit Sunderburg nannte.

Es ist Tatsache, daß Graf Friedrich, den einige für den Bruder, andere hingegen für den Sohn Rassos halten, auf seinem Schloß Sunderburg, zwischen Wildenroth und Schöngeising, unfern der Ammer, gewohnt habe. Wie die Burg zugrunde ging, das hinterbringen uns keine Dokumente, aber das Volk weiß es zu erzählen.

Sunderburg ist gleich anderen Burgen versunken mit allen seinen Bewohnern und allen seinen Schätzen. Im Brunnen des Schlosses liegen zwei Wassereimer voll Gold, und schon manchen Habsüchtigen hat die Lust angewandelt, diesen Schatz aus der Tiefe herauszufischen. Es ist aber die Zeit noch nicht gekommen, die bösen Geister zu bannen, die diese Schätze seit Jahrhunderten sorgfältig bewachen. Oft haben die Leute Glasscherben umhergestreut liegen sehen.

Einmal schob ein Bauer von Schöngeising ein Stück davon ein und trug es nach Hause. Siehe da – das Glasstück war in Gold verwandelt; als der Glückliche zurückeilte, noch mehr Glasscherben zu holen, fand er keine mehr. Die Schätze sollen nun immer mehr in die Tiefe versinken.

 


 

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