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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1214
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Sage vom schwarzen Kalb

In einem Haus zu München hat sich vorzeiten eine Geschichte begeben, die noch lange von alten Leuten erzählt wurde. In diesem Haus ließ sich ein Geist in Gestalt eines schwarzen Kalbes sehen. Ein Geistlicher wurde geholt, den Geist zur Ruhe zu bringen. Da zeigte es sich, daß es die verstorbene Hausfrau war, die zeitlebens ein böses Weib gewesen war. Der Geist wollte sich nicht so leicht ergeben, bis man ein von Beschwörern oft angewandtes Mittel versuchte und ihn in eine zinnerne Flasche mit zugeschraubtem Deckel bannte. Noch in derselben Nacht wurde die Flasche mit ihrem seltenen Inhalt in das große Erdinger Moos geschleppt und begraben.

Dergleichen Flaschen und verdächtige Gefäße sollen schon manche ins Moos gebracht worden sein und hie und da beim Torfstich gefunden werden. (Auch die Augsburger »Wehmutter« geht als Kalb um.)

 


 

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