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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1205
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Kaiser Ludwigs Tod bei Fürstenfeld

Von F. Pocci.

        Zu Fürstenfeld im Bayerland
Das Hifthorn froh erschallt,
Es weilet Kaiser Ludwig dort
Im grünen Tannenwald.

Hallo, hallo! Ein wilder Bär
Trabt über jenen Plan,
Der edle Held verfolget ihn
Auf seiner Fährte Bahn.

Der Rüden Meute jagt und bellt,
Es stürmt der Reiter Troß
Zu froher Jagdlust jubelnd nach
Dem Kaiser hoch zu Roß.

Wie plötzlich aber ist die Lust
In Trauer umgestimmt,
Es jammert eines Hornes Schall,
Den weithin man vernimmt.

Der Bayernkaiser stürzt vom Roß,
Ihn hat der Tod erjagt,
Den Sterbenden umsteht Gefolg,
Das weinend um ihn klagt.

»Was ich gefehlt, vergib, o Herr!
Bin ich von Schuld nicht rein,
War treu mein Glaube, treu das Herz;
Nimm auf die Seele mein!«

So endigte des jähen Tods
Ludwig elendiglich,
Die Kaiserwiese heißt der Ort,
Wo er so schnell verblich.

Sein Prunkbett war ein Wiesenfleck,
Das Laub sein Baldachin,
Der Krone Gold ein Sonnenstrahl,
Der ihm das Haupt beschien.

Sein Leichenstein wird in dem Dom
Zur Lieben Frau geschaut,
Den Herzog Sigismundus hat
Zu München auferbaut.

 


 

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