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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 120
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Töchter des Abensbergers

Im Weltenburger Nekrolog kommt Graf Babo von Abensberg mit dreißig Söhnen und nur sieben Töchtern vor, während alle anderen Nachrichten ihm acht solche zuschreiben. Das Volk erzählt sich, Graf Babo habe, sooft ihm ein Kind geboren wurde, einen Turm an der Stadtmauer aufrichten lassen und dabei zu seinen Kindern gesagt, daß dasjenige lebendig in den Turm eingesperrt und vom Hunger aufgezehrt werden solle, das ausarten würde. Es sei aber geschehen, daß eine der Töchter sich verfehlt und die angedrohte Strafe sich wirklich zugezogen habe. Deshalb wäre noch wirklich einer der Türme vermauert, während die übrigen offen sind.

Wahrscheinlich haben die Weltenburger Mönche von dieser Sage gehört, und dieser eingedenk, mögen sie in ihrem Totenbuch diese ausgeartete achte Tochter nicht bemerkt haben.

 


 

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