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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1192
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Gockelerverkauf in Bodelsberg

Wenn einer von der Landstraße zwischen Kempten und Füssen auf dem Vizinalweg nach dem hochgelegenen, rauhen Bodelsberg kommt, der soll sich wohl hüten, wenn er mit heiler Haut davonkommen will, durch das Dorf hindurch etwa wie ein Gockel zu krähen. Das kommt nun daher:

Ein Bodelsberger verkaufte einst einen Gockel; sieben Kreuzer war der Preis. Wie es nun dort Brauch ist bei einem Verkauf, so gingen sie auch diesmal ins Wirtshaus, einen »Lingkof« (Kauftrunk) zu halten, wobei sieben Gulden verzehrt wurden. Derweil sie aber »lingkoften«, blieb der Gockel an einen Tischfuß gebunden. Weil ihm aber das Trinken zu lange währte, fing er ein über das andere Mal überlaut zu krähen an. Darob ergrimmt, haben die Lingkofer den Gockel umgebracht und, wie die Sage schalkhaft hinzufügt, seine Federn in die Moosfelder gesteckt, auf daß junge Gockel nachwüchsen.

 


 

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