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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1176
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Wie ein Graf von Wallerstein Kloster Mayngen gestiftet hat

Ein Graf von Wallerstein verirrte sich auf der Jagd. Er befand sich auf einmal in einer ihm gänzlich unbekannten Gegend auf weichem, unter der Last seines Rosses einsinkendem Boden. Kaum bemerkte er die Gefahr, in die er sich begeben hatte, als er auch schon so tief in den moosigen Grund eingesunken war, daß sein Roß keinen Schritt weiter, weder vorwärts noch rückwärts, zu tun vermochte. Vergebens ließ er sein Hifthorn um Hilfe erschallen. Sein Gefolge hatte ihn verloren; schon breitete sich die Dämmerung über Wald und Flur.

In so großer Not und Gefährlichkeit wandte sich der Graf im Gebet zu Gott und der heiligen Maria und gelobte, sofern er gerettet würde, auf diesem moosigen Feld den festen Bau eines schönen Gotteshauses aufführen zu lassen. Er hatte aber gerade das fromme Gelübde getan, als sich sein Rößlein leicht und frei aus dem sumpfigen Grund emporschwang und seinen Herrn wohlbehalten zum heimatlichen Schloß zurücktrug. Der Graf ließ treu seinem Gelöbnis auf derselben Stelle ein Kloster samt Kirchlein erbauen, in dem das Bild seiner gnädigen Retterin zum ewigen Gedächtnis aufgehängt worden ist.

 


 

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