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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1171
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Tabakshändler zu Ostendorf

In dem am Lech gelegenen, zum Pfarrdorf Westendorf gehörigen Filialdorf Ostendorf befindet sich im Presbyterium der Kirche ein römisches Monument, das den Gott Bacchus selber oder einen Verehrer des Gottes darstellen soll. Sein Haupt ist mit dichtem Efeu bekränzt, sein Mantel zurückgeschlagen, in der Linken hält er einen Thyrsusstab und in der Rechten ein Rebmesser, während zu seinen Füßen rechts drei mit vielen Reifen versehene Weinfässer aufeinanderliegen.

Über dieses Bild geht eine gar sonderbare Sage unter den Bewohnern des Dorfes. Dieses soll nämlich den Stifter der Ortskirche, einen reichen Tabakshändler, darstellen, zu dessen Füßen auch die dafür gehaltenen Tabaksrollen angebracht wären. Dieser habe zwar sein ganzes Vermögen der Ortskirche vermacht, aber weil er unkeusch gelebt habe, sei er zur Strafe und gleichsam zur Kirchenbuße nur mit halb bedecktem Oberleib dargestellt worden. Die Tafel, die seine Schandtaten erzählte, habe ein frommer Pfarrer beseitigen lassen.

 


 

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