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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1169
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das wunderbare Kreuz zu Mauern

Am Eingang des romantischen Hüttinger Tales erhebt sich auf einer Anhöhe die schöne Pfarrkirche von Mauern mit ihrem bedeutend hohen Turm. Im Innern dieser Kirche befindet sich ein uraltes Kruzifix von Holz und über diesem die Aufschrift: »Den Gekreuzigten ganz nett, stellet für dieses Contrafät.« Von diesem Kreuz erzählen alte Schriften die folgende merkwürdige Begebenheit: Als Herzog Otto Heinrich im Jahre 1542 Luthers Lehre in der Pfalz Neuburg gewaltsam einführte, wurden alle Gemälde, Statuen, gemalten Fenster und was dergleichen war, in den Kirchen als abgöttisches Werk zerstört. Die Visitationskommission kam auch nach Mauern, nahm das alte Kruzifix und warf es ins Feuer; aber siehe da – es verbrannte nicht. Ein frommer Mann nahm es heraus, verbarg es bei sich im Haus, und als die katholische Religion wiedereingeführt wurde, wurde das Kruzifix auf den Altar gestellt, wo es noch heute zu sehen ist und öfter von Wallfahrern besucht wird.

An beiden Seiten der äußeren Kirchenmauer befinden sich römische Monumente, worunter das eine einen Römer und eine Römerin in Lebensgröße darstellt, die das Volk für Heilige hielt und deswegen schonte.

 


 

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