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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1159
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Löll zu Lellenfeld

Zu Großlellenfeld, auch Unterlellenfeld, sonst zum Kastenamt Arberg gehörig, ist früher an der Kirchmauer ein Steinbild gestanden, das hießen sie den Löll, und das war gestaltet wie die Figur des Götzen Loll oder Lollus bei Schweinfurt. Es hielt mit Daumen und Zeigefinger die Zunge, und der Ortsname sollte von ihm herkommen, wie nicht minder für solche, die gern Kinder necken und zerren, gar ein spöttisches Schimpfwort, das nicht wohl zu schreiben ist, und ein Spitzname. Man nennt in dieser Gegend jemand, der sich nicht gut zu verreden weiß und gleichsam die Zunge sperrt, noch heutigentags einen Löll oder auch einen Lolli, und ist die Person weiblichen Geschlechts – eine Lulln.

Die Lellenfelder hören diese Sage vom Löll nicht gern, weil der Zerr... von Lellenfeld dort in aller Munde so unsterblich lebt wie der Hans... von Rippach in seiner Gegend, und um nicht fort und fort daran zu erinnern, wird gesagt, daß sie das Löllenbild vor etwa fünfzig Jahren von der Kirchmauer weggenommen und auf das Langhaus der Kirche gebracht hätten.

 


 

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