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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1148
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Vom Ursprung der Kartause zu Nürnberg

Da der Stifter Marquard Mendel in der Osterwoche Anno 1380 von Rom schied, da nam er Urlaub von einer seligen Clausnerin, die hieß Elßspießin, (Elisabeth piesin, Spießin,) und was gewesen zu Rom zu St. Michel in einer Claußen bey siebenzehn Jahren in Gottesdienst, und er bat sie, daß sie Gott für ihn bitte, wann er ir vor lang heimlich was gewesen. Da gesegnet sie ihn hinwieder, und sprach: Far hin; Gott wird groslich seine Wunder mit dir würken, und deß war ihn saur worden. Also schied er von ihr, und zu Rom in der Stadt fiel er mit dem Pferde und mit allem darnieder, mit einem Armbrust an der Seite, neben einem steinernen Creuze, daß das Pferd mit allen vier Füßen auf ihm lag, und was ein ebner Weg. Da gab Gott seine grundlose Barmherzigkeit, daß er von demselbigen Fall nit beschädigt ward an seinem Leibe, und daß auch seiner Gesellen einer, der zunächst hinter ihm ritt, sprach: »Er wüste nit, wie es kommen wäre, daß er sein nit gesehen hätte unter dem Pferde.«

Alsbald ihm Gott aufhalf, gab er ihm in seinen Sinn, wie er mocht anheben ein Kloster Carthäuser Ordens zu Nurenberg. Also war er darauf bedacht, und meinte, daß ihms dieselb Clausnerin umb Gott erworben habe, und das hat er darumb lassen schreiben, daß ein jeglicher Sünder, als er layder was, allweg sollen guet selig leuth lieb haben, vnd ihnen gutes thun mit Worten und Werken.

 


 

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