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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1145
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Woher die Nürnberger den Namen »Herrgottschwärzer« bekommen haben

Zwischen den beiden Türmen am Mittelfenster der Löffelholzischen Kapelle in der Sankt-Sebaldus-Kirche zu Nürnberg oder dem sogenannten »Engelschörlein« hängt ein Kruzifix von Messing, das vor Jahren der »Starken« Frömmigkeit durch die Brüder Johann und Georg Stark errichtet und 1625 wieder erneuert wurde.

Dieses Kruzifix ist eines der ältesten noch vorhandenen Werke der Nürnberger Kunstgießer; der Meister ist leider unbekannt. Sonst trugen sich die Nürnberger Bürger mit der Sage, daß dieses Kruzifix einst aus Silber in der nämlichen Größe da gehangen habe oder auch noch aus Silber sei; daher nannten sie es auch den silbernen Herrgott. Als es im Jahre 1625 renoviert wurde, was auch im Juli des Jahres 1689 geschah, soll der Rat es schwarz anzustreichen befohlen haben, damit die durchziehenden Soldaten nicht die Lust anwandeln möge, es herabzunehmen; und von dieser Zeit soll sich auch der Name »Herrgottschwärzer«, mit dem Auswärtige – z. B. Altdorfer, Fürther, Laufer – gern die Nürnberger zu necken pflegen, herschreiben.

 


 

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