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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1144
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Korbsetzen zu Weißenburg

Bis zum Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts bestand in Weißenburg die Sitte, wenn sich einer durch Fluchen arg verfehlt oder wenn ein Bäcker zu leichtes oder schlechtes Brot geliefert hatte, eine Strafe, die man das Korbsetzen nannte, gegen ihn anzuwenden. Es wurde nämlich am Ufer eines Weihers ein Schnellgalgen von ziemlicher Höhe in der Art aufgerichtet, daß dessen Querbalken über den Wasserspiegel ragte. Auf der vordersten Spitze war eine Rolle angebracht, über die ein Seil lief, an dem ein großer Korb befestigt war. Der zu Bestrafende wurde nun in den Korb gesetzt und dieser aufgezogen und durch Festbinden schwebend über dem Wasser gehalten, so daß dem darin Sitzenden nichts übrigblieb, als in das Wasser hinabzuspringen, um dem Gespött des zuschauenden Volkes zu entgehen.

 


 

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