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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1143
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Hessental bei Landershofen

Von Eichstätt aus zieht sich gegen Osten eine Bergkette an der nördlichen Seite der Straße nach Hirschberg gegen Landershofen hinab, die von mehreren Tälern, deren jedes seinen eigenen Namen trägt, durchschnitten wird. Das letzte dieser Täler vor Landershofen, an dessen Eingang ein hohes Kreuz steht, zieht sich von der Straße anfangs nördlich am Roten Bühl hin, dann aber westlich nach Art einer Sichel dem Hungerhof zu und heißt das Hessental. Der Sage nach hat es seinen Namen von nachfolgendem Ereignis: Einst spielten hier drei Hessen, vermutlich Kriegsleute, an einem Tisch miteinander. Sie trieben das Spiel hoch und immer höher, wobei sie in gräßliche Flüche ausbrachen und zuletzt ausriefen, daß sie der Teufel holen solle. Kaum waren die Flüche ausgestoßen, so tat sich die Erde auf und verschlang die drei Flucher mitsamt dem Tisch. Noch sieht man die Gestalt des mitverschlungenen Tisches an dem Platz, das Tal aber wurde das Hessental genannt.

Andere erzählen mit mehr Wahrscheinlichkeit, es seien in dieser Gegend bei einem Vorpostengefecht mehrere Hessen geblieben. Noch bemerkt man zu bestimmten Zeiten ein besonders helles Licht, das nordwärts zieht und jene, die ihm nachgehen, irreleitet.

 


 

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