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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1118
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Ursprung der Wallfahrtskirche Stettkirchen

An der Straße von Adertshausen nach Hohenburg liegt auf einer Anhöhe die uralte Wallfahrtskirche Stettkirchen. Über deren Ursprung kann urkundliche Geschichte keinen Aufschluß gewähren, hingegen berichtet die Volkssage:

Es sollte in hiesiger Gegend eine Schlacht geliefert werden. Bevor diese begann, hat ein Feldherr seinen Stab in die Erde gesteckt und gelobt, da, wo jetzt sein Stab steht, wolle er eine Kirche bauen lassen, wenn ihm Gott den Sieg verleihe, und diese Kirche soll Stehtkirchen heißen. Der Feldherr gewann wirklich die Schlacht und ließ seinem Versprechen gemäß das Gotteshaus errichten. Bemerkenswert bleibt, daß im Jahre 1830, als der Mesner einen Hügel bei der Kirche abgrub, Menschengebeine und zerbrochene Waffen gefunden wurden.

Noch mehr Wahrscheinlichkeit erlangt die Sage durch einen Bericht vom 28. April 1690, in dem der damalige Dechant Dallensteiner von Altersburg als zugleich für Adertshausen bestellter Pfarrer beim Ordinariat um Herstellung des Presbyteriums der Wallfahrtskirche nachsuchte. In diesem Bericht heißt die Kirche »ein vor vielen hundert Jahren her, insonderheit von der Schlacht und Viktori, so Otto der Große von Wittelsbach im Blutthale nächst Stettkirchen wieder die Hunnen erhalten, berühmtes Gotteshaus«.

 


 

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