Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1104
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Die Plecher Brucken

Plecher Mundart durch K. Ulmer.

In Plech is amal vur Jauhr und Togen a graußa Umauß (Unmuße) gwösen. Der Markgraf hat kumma solln, und dau hoben s', ihn urndli (ordentlich) zu empfanga, af alla in Plech ner erdenklia Aurt (Art) den Urt putzt und hergricht.

Der Tog ist kumma. Af amal – o Kreuz! – fällt's in Burgermasta ei, daß der Boch, über den der Wög gäit, ka Brucken haut und daß der grauße Herr net nüberkumma ko, ohna daß er si und san Gal (Gaul) drecki macht. Wos taut mer öitz? In der gröißtn Naut kummt oft der best Raut. Der Burgermasta sagt, es solln af der Stell zwöi Gal in den Boch gstellt und af döi draf nogelneua Bretter glegt wern (werden), daß su a gscheita Brucken draus were töit.

Af an prächtin Gal kummt glei draf der Markgraf gritten. Überm Boch drüben hoben die Rautsherre af ihn paßt. Ohna daß er si wos daubei denkt, will er san Gal über die Brucken göin (gehen) laun (lassen); kamez (kaum) is er ober droben, dau kugelt, wal (weil) die Gal drunten unter den Brettern net halten wölln, die saubere Brucken und mit ihr der Herr Markgraf ins drecki Wasser nei.

Wos der Markgraf gsogt hot und wos die Rautsherrn, dös waß mer net; wuhl ober, daß der Markgraf nimmer über sua (solche) Brucken gritten is.

 


 

 << Kapitel 1103  Kapitel 1105 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.