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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 110
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Wie Gunthar Bischof von Regensburg wurde

Im Jahre 938 nach Christi Geburt waltete Otto, der Deutschen Kaiser, zu Regensburg in der Stadt. Da fand es sich, daß der Bischofsstuhl gerade unbesetzt war, weil Konrad das Zeitliche gesegnet hatte. Nun gedachte Herr Otto, einem anderen Hirten den erledigten Stab in die Hand zu geben. Da wurde ihm im Traum befohlen, denjenigen an des Verstorbenen Statt zum Hirtenamt zu rufen, der ihm frühmorgens auf seinem Kirchengang zuerst begegnen sollte.

Als er nun am nächsten Tag seinen gewohnten Weg nach St. Emmeram ging, öffnete ihm ein schlichter, frommer Bruder, Gunthar mit Namen, die Pforte des Klosters. Da fragte ihn der Kaiser: »Mönchlein, was gibst du mir, wenn ich dir heute den Bischofsstab überreiche?«

Ob solchem Wort lächelte der Bruder Gunthar und sprach: »Wenn's Euch genügt, Herr Kaiser: Die Schuhe kann ich entbehren, die sollt Ihr haben von mir.«

Als das der Kaiser hörte, lächelte er freundlich und tat nach seinem Wort. So ist Gunthar Bischof von Regensburg geworden.

 


 

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