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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1090
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Herrgottssteine im Fichtelgebirge

Auf einem Hügel bei Marktleuthen ist auch einer der sogenannten Christus- oder Herrgottssteine, deren es mehrere im Fichtelgebirge gibt. Er hat auch wie die übrigen eine Aushöhlung auf der einen Seite wie ein in Schnee gedrückter, bequemer Sitz. Auch auf diesem soll unser Heiland gesessen haben.

Auf der entgegengesetzten Seite befindet sich ebenfalls eine, jedoch nicht so bequeme Höhlung, worin zu gleicher Zeit mit dem Heiland der Teufel saß. Wir freuen uns, daß der Herr dem Teufel den Rücken gekehrt hat und dieser recht unbequem gesessen ist. Der Hügel heißt Kappel, weil dort früher die St.-Wolfgang-Kapelle stand; dort ist der Augenbrunnen, eine Quelle, die auf alten Karten angegeben ist und noch jetzt bis in weite Ferne bei Augenkrankheiten für besonders heilsam gehalten wird.

Alle Herrgottssteine haben im Glauben des Volks wohltätiger heilsame Kraft. Zum Herrgottsstein bei Selb kommen noch zuweilen Katholiken, um ihre Andacht zu verrichten. Man wollte ihn schon öfter um schweres Geld kaufen. Einmal soll er auch wirklich verkauft worden sein; als man nun ein Stück Weges damit gekommen war, konnte er nicht mehr weitergebracht werden; dagegen wurde er mit Leichtigkeit – ja fast von selbst – rückwärts in seine frühere Lage versetzt.

 


 

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