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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1083
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Selige Weglein

Unterhalb der Walkmühle in Hof, wo jetzt die Tuchmacherinnung eine neue Fabrik erbaut hat, geht eine Furt durch die Saale. Hier ging vorzeiten die Straße nach Sachsen, und diese Stelle heißt das Selige Gäßlein oder Weglein. Diesen Namen erhielt jene Furt aus nachfolgendem Anlaß.

»Vornemlich aber ist große Räuberei und Morden gewesen in dem ungetreuen und gefährlichem Wald an dem Orte, wo jetzt die Stadt Hof stehet und besonders in dem Revier, in welchem die Mordgasse war, welch letztere daher auch von solchem Morden und Rauben den Namen erhalten. Dann wer der alten Fuhrstraße nach über die Saale, bei dem Farbhause hinauf, durch die Orla-, Mord- und Judengassen reiste, ist daselbst gemeiniglich angefallen und des Lebens beraubt worden. Wenn einer daher die Mordstraße hinter sich hatte und bei der neuen Schule und dem Mönchkloster hinab, unten bei der Walkmühle, an das Wasser in die Furth gekommen und also der großen Gefahr entronnen war, hat er sich gar selig und glücklich geachtet, woher denn noch heutiges Tages jene Furth das selige Gäßlein genannt wird.«

In früheren Zeiten mußten dort die Bauern von Unterkotzau während des Jahrmarktes in Hof Wache halten, wofür sie von der Stadt eine sogenannte Zehrung bekamen. Dieser Brauch bestand noch bis auf die jüngste Zeit.

 


 

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