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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1064
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Hussiten zu Bayreuth

Die Hussiten ließen neben unzähligen Städtchen und Flecken, Kirchen und Klöstern auch die Hütten in Flammen aufprasseln, die auf der Stätte des heutigen Bayreuth gestanden sind. Die jungen Frauen waren die allerletzten, die die rauchenden Trümmer und das Heerlager der Schrecklichen verließen. Ein seiner Eifersucht wegen berüchtigter Bürger, Michael Kappler, schrie es in alle Welt, sie hätten deswegen so lange gezaudert, weil ihnen die Ketzer gar nicht übel gefallen hätten; ja sie hätten Geschenke genommen, um ihnen zu Willen zu sein.

Als die Hussitengefahr vorüber war, stürmten die Bayreuther Frauenzimmer auf den armen Kappler ein und erzwangen von ihm unter tödlichen Androhungen einen schriftlichen, eidlichen Widerruf. Wie die Bayreuther Geschichte des Ritters von Lang versichert, wurde dieser Widerruf in das Archiv niedergelegt, zur Beruhigung eines jeden Bayreuthers über die Gewissensfrage: Ob nicht einige Tropfen hussitischen Bluts in seinen Adern rollen.

 


 

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