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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1061
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Pilatus in Forchheim

So sonderbar die Sage von des Pilatus Anwesenheit in Forchheim klingt, so gab es doch bei Forchheim eine »Pilatuskirche« und ein »Pilatushölzlein«.

Uralte, weitverbreitete Sagen erzählen, Pilatus, der römische Landpfleger, sei von deutscher Herkunft gewesen. Sein Vater soll zu Mainz am Rhein als ein mächtiger Fürst geherrscht und den Pilatus aus der Ehe mit einer armen Müllerstochter gezeugt haben. Die Sage berichtet weiter, daß Pilatus als Jüngling seinen eigenen Bruder zu Mainz ermordet habe. Deswegen mußte er vom Haus des Vaters fliehen und soll damals nach Forchheim gekommen sein. Dort muß er jedoch nicht lange verblieben sein, weil er später von seinem Vater den Römern als Geisel überlassen und nach Rom geschickt wurde.

Von Rom mußte er abermals wegen Ermordung eines englischen Königssohnes nach Pontus wandern, unterwarf den Römern dortige Völkerschaften und wurde sodann von Herodes und dem Senat nach Palästina berufen. Nach der Kreuzigung Christi soll er sich selbst ermordet haben, worauf sein Leichnam im Tiber versenkt worden sei. Weil aber der Tote den Fluß aufregte, so wurde er aus dem Tiber genommen und in die Rhone gebracht, endlich im einsamen See auf dem Schweizer Pilatusberg begraben, wo er bis auf diesen Tag als böser Wettergeist haust.

 


 

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