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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1056
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Christusbild am Michelsberg

Auf dem Michelsberg sieht man ein Christusbild, darstellend den Heiland, wie er blutend im Purpurmantel vor dem spottenden Volk stand. An dieses Bild knüpft sich eine alte Sage.

Einst lag der Abt des Klosters auf dem Michelsberg ruhig schlummernd in seiner Zelle, als ihn plötzlich eine leise Berührung aus dem Schlaf weckte. Kaum traute er aber seinen noch halb geöffneten Augen, als umhüllt vom Lichtglanz das Bild jenes im Purpur verspotteten Christus auf ihn zukam und ihm mit sanfter Stimme bedeutete, wie er sogleich aufstehen, alle seine Brüder wecken und mit ihnen aus dem Haus entfliehen sollte. Darauf verschwand das Bild; der bestürzte Abt gehorchte, ließ sogleich die Glocke läuten und alle seine Brüder zusammenrufen.

Kaum hatten sie aber das Haus im Rücken, als furchtbarer Donner krachte und ein zündender Blitz in das Gebäude niederfuhr. In demselben Augenblick schlugen die Flammen empor – Gott hatte das Leben aller Brüder gerettet. Das Kloster aber auf dem Michelsberg wurde später mit größerem Schmuck und Glanz wiederhergestellt.

 


 

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