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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1038
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Agel-Orden

Zu Königsberg war vor alters auch ein Nonnenkloster, das war nahe bei der Gottesackerkirche gestanden und war bereits 1269 gegründet worden, und es gehörte Mönchen des Augustinerordens. Darauf tat sich 1391 zu Königsberg eine Schwesterschaft frommer, andächtiger Frauen zusammen; diese Schwesterschaft nannte sich zur Agelblume (zur Akelei) und wandte dem Kloster ansehnliche Gaben zu. Es durften nach den Ordensstatuten der Schwestern nicht über einunddreißig sein, und die einunddreißigste hieß die Königin, die nach ihrem Ableben durch eine neugewählte ersetzt wurde. Zum Ordenshabit gehörten notwendig eine silberne und eine vergoldete Akeleiblume, die jede gekleidete Schwester bei sich am Gewand tragen mußte; und wenn eine ohne die Blume angetroffen wurde, mußte sie dies mit einem halben Pfund Wachs büßen, aus dem Kerzen gefertigt wurden, die die Strafbare vier Wochen lang vor dem Allerheiligsten während der Meßopfer anzünden mußte. Jede Schwester durfte sich bei ihrem Leben oder Sterben eine unbescholtene Nachfolgerin wählen und mußte vier Ahnen haben; daher finden sich im Ordensregister viele gräfliche und freiherrliche Frauen aus den berühmtesten fränkischen Familien, meistens Witwen.

 


 

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