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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1032
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Legende vom heiligen Viktor

Die Bergkapelle zu St. Maria Magdalena bei Baunach ist die Ruhestätte des heiligen Viktor mit dem Zunamen Überkom, den Baunach im Leben als Mitbürger und nach dem Tod als Heiligen seit uralter Zeit verehrte. In der Kapelle befindet sich sein Grab, und seine Geschichte ist auf einem Gemälde an der Wand dem Eingang gegenüber dargestellt; in den Hauptzügen folgende:

Viktor war von früher Jugend auf fromm und gottesfürchtig und fuhr oft mit zwei Pferden nach Rom, auch nach Compostela. Im Alter kehrte er nach Hause zurück, verwendete sein erworbenes Vermögen nach Christi Lehre für die Armen und entschlief mit dem Nachruhm der Heiligkeit. Als man ihn vor seinem Tod fragte, wo er sein Grab finden wolle, befahl er, seine Leiche von seinen Pferden ausfahren zu lassen, und wo diese stillstehen würden, ihn zu bestatten und darüber aus seinem Vermögen eine Kapelle zu Ehren der heiligen Maria Magdalena zu bauen.

Dabei ereignete sich ein Wunder. Diejenigen, denen er den Vollzug seines Letzten Willens aufgetragen war, machten – vielleicht aus Vorwitz – den Anfang des Baus an einem anderen Ort, als den die stillstehenden Pferde bezeichneten. Allein alles, was während des Tages erbaut worden war, wurde in der Nacht von den Engeln an die von den Pferden bezeichnete Stelle getragen. So befolgte man endlich den Willen des Verstorbenen und baute die Kapelle zu dem Grab des heiligen Viktor. Hinter der gegenwärtigen Kapelle, auf der Fläche des Hügels, steht heutigentags noch die steinerne Kanzel des zuerst begonnenen Kapellenbaus.

 


 

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