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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1013
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Kauz oder der Willkomm

Zur Zeit der Weinlese ging es bei der Anwesenheit eines Domherrn zu Würzburg, der die Einsammlung des Weinzehnten für das Dornstift beaufsichtigte und deshalb der »Herbstherr« genannt wurde, gewöhnlich sehr gastlich zu. Dieser Domherr hatte schon einiges Gefolge bei sich und erhielt während seines Aufenthalts Besuche von nah und fern, wo es dann Gastereien absetzte, die übrigens auch zu anderen Zeiten des Jahres bei dergleichen Anlässen nicht fehlten.

Bei jedem Festmahl machte ein sonderbares Trinkgefäß die Runde. Es war eine Eule oder ein »Kauz« von Silber, und er faßte etwa zweieinhalb Maß. Mit gutem Wein gefüllt wurde dieser Pokal jedem neuen Gast zum Willkomm kredenzt, und so schlich sich nach und nach die Zumutung ein, daß ihn jeder neue Gast bis auf den Grund leeren mußte. Im Jahre 1611 wurde ein eigenes Buch – das »Kauzenbuch« – angelegt, in das die Kauzentrinker ihre Namen und Trinksprüche schrieben.

 


 

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