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Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 100
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Ludmilla von Bogen (1)

Wo sich der Bogenberg jetzt mit seiner Wallfahrtskirche erhebt, stand früher die Stammburg der mächtigen Grafen von Bogen. Ludmilla – Alberts III., des letzten Bogeners, Witwe – wurde im Jahre 1204 die Gemahlin des Herzogs von Bayern, Ludwigs I. des Kelheimers.

                  Ein Fürst von payren kom gein pogen geriten;
Zw einer Gräfin Schön und Klug mit siten,
Er begert ir zu Freiden spil,
Si sprach, ich (nit) ein wil,
Er erwellet dann sein mein eelich man
So wil ich darumb ratt han.
Der Herr rayt in Freyem mut von danne,
Dy Gräfin vodert ir ratmanne:
Rat ir Herren edel und weis,
Ein her von payrn sezt seinen vleiß
Wie er mich äffen wolldet
Wenn ich das mit worten verscholdet
Der Rät ainer sprach vor Inn allen,
Fraw ir sult drey ritter an ainen tebich malen,
Und drey ritter dar under wol behut
Dy des Fürsten wortt merchken und ewren mut,
Das er seine wort, so taugen
Nicht mochte gelangen.
Der Fürst kom gein pogen widern
Mit gar frölichen gelidern
In der Gräfin Kammer verholen
Da dy rytter under dem tebich lagen verstolen.
Der Fürst redt der Frawen zu,
Ob sy seinen willen wolde thun.
Dy Fraw sprach und zeigt an den tebich,
Gelobt mir vor den ryttern dy ee frölich.
Der Fürst gelobt dy ee in heldes mut,
Dy Gräfin nam zu Zeugen dy ritter gut.
Gingen dy rytter frölich her für,
Der Fürst getrawrt und gedacht fur dy tür,
Er rait von dan zu landt
Im ein ander Landt.
Und da vergangen was ein ganz Jar,
Da kom der Fürst gein Landaw spatt,
Er wolt nicht da benachten
Zu seiner Hausfraw gein pogen was (wolt) er trachten.
Da sy kommen zu samen bayde,
Da vergessen sy alles ires Laide
Sy lebten mit einunder eelich (eeleich)
Als es zugehörtt der Fürsten reich
Der edlen Grafen von pogen
Helm Schilt und wappen
Ist komen an dy hochgeporen Fürsten loblich
Von payren mit erbschafft und name ewiglich.

 


 

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