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Conrad von Bolanden: Bankrott - Kapitel 35
Quellenangabe
authorConrad von Bolanden
titleBankrott
publisherA. & B. Schuler
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20161019
projectid0ef4338b
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Revolutionsgericht.

In der Frühe des folgenden Morgens rüstete sich Henry, nach dem Justizpalaste zu gehen, um seinen echten Patriotismus leuchten zu lassen durch Teilnahme am Morde seines Vaters. Äußerlich ruhig verriet er durch keine Miene die beschlossene Untat. Leise pfeifend betrat der Bösewicht Isabellas Zimmer. Die Gräfin saß auf einem Stuhle und ihr gegenüber David, aus seinem »besten Freunde«, dem »Himmelsschlüssel« vorlesend. Dies tat er auf Isabellas Verlangen täglich. Im Unglück und in steten Gefahren hatte sie Trost gefunden in religiösen Wahrheiten und Beruhigung im Glauben an Gottes waltende Vorsehung. Sie war in der harten Schule des Lebens rasch eine feste und sichere Christin geworden.

»Ich besuchte Danton, um ihn zur Erfüllung seines Versprechens zu treiben,« log Henry. »Gestern versicherte er Ihnen zwar, alle Schritte in der Rettungsgeschichte zu tun, – aber heute könnte er wieder vergessen haben, was er gestern versprach.«

»Sie halten Danton für leichtfertig in einer Angelegenheit von der größten Wichtigkeit?«

»Von der größten Wichtigkeit für Sie, Fräulein Schwester! Danton ist eben ein vielbeschäftigter Mann. Durch seine Hände gehen Dinge von solchem Umfang und solcher Bedeutung, daß sich daneben Tod oder Leben eines Rovere winzig ausnehmen. Also, – treiben und mahnen!«

Die Gräfin erhob sich.

»Überbringen Sie Danton meine Bitten. Beschwören Sie ihn, einen schuldlosen Menschen, dessen ganzes Verbrechen in seiner Geburt besteht, dem Schafott zu entreißen.«

Henry verbeugte sich und schritt nach der Tür. Die Klinke in der Hand, wandte er sich halb nach Isabella.

»Hat Ihnen Danton gestern gesagt, daß Papa aus der Abtei nach einem anderen Gefängnisse gebracht wurde?«

»Nach einem anderen Gefängnisse?« wiederholte sie ängstlich. »Was bedeutet dieser Wechsel?«

»Weiß nicht. Das neue Gefängnis war früher ein Kloster und liegt außerhalb der Stadt. Wir werden ja sehen. Danton versprach gestern, Sie morgen zum Besuche Papas abzuholen. Ich werde Sie begleiten und das neue Lokal beaugenscheinigen.«

David machte unwillkürlich eine heftige Bewegung und senkte den Blick, um nicht Zorn und Ekel gegen den heuchlerischen Buben zu verraten. Er durchschaute die Erfindung vom neuen Gefängnis außerhalb der Stadt, – die entführte Jungfrau sollte getäuscht und der vollbrachten Gewalttat zu spät bewußt werden.

»Auf Wiedersehen!« sagte Henry und verschwand.

Isabella sank tief atmend auf den Stuhl.

»Ach, – mir ist heute so entsetzlich bange!«

»Die Bangigkeit kommt von der Luftschwüle, Gnädigste! Ein schweres Wetter mag sich heute zusammenziehen.«

»Ein schweres Wetter, – ja! Und über den Wetterwolken herrscht und leitet Gottes waltende Vaterhand. – O du mein Gott,« flehte sie mit emporgehobenen Blicken und Händen, »sei uns hilfreich und gnädig! Verlasse mich Ärmste nicht!«

»Gewiß nicht! Umsonst haben Sie nicht Tag und Nacht gebetet, edle Herrin! Gottes Finger sehe ich klar und deutlich vor meinen Augen.«

Die Gräfin blickte ihn forschend an.

»Sie sprechen zuversichtlich, David!«

»Weil ich Gründe und Beweise habe. Heute steht Ihnen die freudigste Überraschung bevor, – eine Überraschung, an der Graf Henry ebenso unschuldig ist wie Danton.«

»Reden Sie, David! Was wissen Sie?«

»Ein Geheimnis, ein Wunder, wie man will! Ich traf hier vorgestern, wie Ihnen bekannt, einen guten alten Freund, Thomas Gilbert aus Limoges. Gilbert bekleidet hier ein wichtiges, hohes Amt. Ich erzählte ihm von der Gefangenschaft des gnädigen Grafen und bat, für dessen Rettung einzustehen. Er versprach es, gab mir sogar seine Hand darauf, daß heute der Gefangene freigelassen werde. Wahrscheinlich hängt mit Gilberts Tätigkeit die Entlassung des Herrn Vaters aus der schrecklichen Abtei zusammen. Zugleich ersuchte mich Gilbert heute Morgen, punkt acht Uhr bei ihm zu sein. Deshalb bitte ich, Gnädigste, für einige Stunden mich zu entlassen.«

»Mein Gott, – weshalb sagen Sie mir dies jetzt erst?«

»Weil ich meiner Gnädigsten die vorausgesehene Aufregung ersparen wollte. Ich bitte, bewahren Sie Ruhe! Verschließen Sie sorgfältig die Türe. Lassen Sie niemand herein, bis ich zurückkehre, – hoffentlich mit dem Herrn Vater zurückkehre.«

»Gehen Sie, David, eilen Sie! Allgütige Vorsehung walte, – walte!«

Isabella verschloß hinter David die Türe. Unfähig, dem Drange ihres kindlichen Herzens genügen und bei der Rettung des Vaters tätig sein zu können, zugleich von Angst gepeinigt, der Rettungsversuch werde mißlingen und in das Gegenteil umschlagen, brach sie in die Kniee und rief zum Himmel.

Inzwischen stellte David an Füße und Beine fast übertriebene Forderungen. Aus Furcht, Aufsehen zu erregen und verdächtig zu erscheinen, wagte er nicht zu laufen. Dafür dehnte und beflügelte er die Schritte, zugleich durch heftiges Schwenken der langen Arme die Fortbewegung unterstützend. So gelangte er bald zum Justizpalast, vor dem sich Proletariermassen ansammelten. Der Zusammenlauf mochte ungewöhnlich und nicht unbedenklich erscheinen; denn Gendarmen standen allenthalben beobachtend, die Menge belauschend, deren verschlossene Haltung außerordentliches erwarten ließ.

Sogar Fouquier, dem öffentlichen Ankläger, flößte die stets wachsende Pöbelmasse Unruhe ein. Er stand an dem Fenster seines Bureaus und sah auf den Platz herab.

»Was mag dies nur bedeuten?« murmelte er. »Was treibt die Kerle nach Tausenden zusammen? Was führen sie im Schilde? – – Nun?« – wandte er sich forschend an den eintretenden Spion.

»Eine Geschichte wie bei Marat! Das souveräne Volk will die Freisprechung eines Angeklagten erzwingen.«

Fouquier blickte auf die Liste der Angeklagten.

»Kein Name von Bedeutung! – Wie heißt der Volksfreund?«

»Rovere, der ein närrischer, schuldloser Mensch, dessen Sohn und Ankläger hingegen ein Schurke und Verräter sei, den man guillotinieren müsse.«

»Wer hat die Bürger interessiert für den Narren Rovere?«

»Dies konnte ich nicht erfahren. Es herrscht eine große Erbitterung. »Das Volk will nicht die Köpfe von Narren, sondern die Köpfe von geheimen Verrätern und Heuchlern,« – lautet die stehende Rede.«

»Es ist gut!« sagte Fouquier, den Spion entlassend.

Den Namen Rovere strich er auf der Liste durch und setzte ihn zuletzt in der Reihe.

Kurz vor acht Uhr kam die Menge in Fluß vor dem Justizpalaste. Sie strömte nach dem Gerichtssaale und füllte Gänge und Hallen.

Zur Not fand David einen Platz in jenem Teile des Zuschauerraumes, wo man stehen mußte. Dafür stand er in der vordersten Reihe unmittelbar hinter den letzten Bänken für die Angeklagten. In banger Erwartung spähte der Torhüter nach dem Vordergrunde des langgestreckten Saales, wo ein niederes Holzgitter, quer den Saal durchschneidend, einen erhöhten Raum abschloß. Inmitte dieser Erhöhung stand ein Tisch, von einigen Stühlen umgeben, die Plätze der Richter und öffentlichen Ankläger. Zu beiden Seiten des Tisches, einige Schritte gegen die Wand geschoben, standen die Bänke der Geschworenen. Am entgegengesetzten Ende des Saales, staffelförmig übereinandergestellt, erhoben sich die Bänke der Zuschauer, heute von Sanscülotten dicht besetzt. Die leeren Bänke zwischen dem Gitter des Tribunals und dem Zuschauerraum waren Sitze für die Angeklagten.

Den einzigen Schmuck des Saales bildeten eine Statue der Vernunftgöttin und mehrere dreifarbige Fähnlein, die schlaff und bestaubt von den Wänden herabhingen, gleichsam trauernd über die empörende und grausame Rechtspflege, deren Zeugen sie sein mußten. Nicht nach Gesetzen urteilte der Gerichtshof, sondern nach Belieben und Umständen. Sein Verfahren war nicht gebunden an irgend eine Form. Das Ermessen der Geschworenen und Richter entschied. Aber gegen die Entscheidungen dieses schrecklichen Tribunals war keine Berufung, keine Nichtigkeitsklage zulässig. Sogar Stimmen des Berges im Konvent äußerten bei Errichtung des Revolutionstribunals ernste Bedenken gegen eine Körperschaft, welche tausendmal gefährlicher sei als die Inquisition Venedigs. Danton hingegen trat mit aller Kraft für ein Tribunal ein, das ihm später selbst sein Todesurteil sprach.

»Dieser Gerichtshof,« behauptete Danton, »hat das oberste Gericht, nämlich die Volksrache, zu ersetzen. Nichts ist schwieriger zu bestimmen als der Begriff eines politischen Verbrechens; ist es dann aber nicht dringend notwendig, daß man durch außerordentliche, außerhalb des Kreises der gewöhnlichen Staatsformen stehende Gesetze vom Verbrechen abschrecke? Ja, seien wir schrecklich, so braucht das Volk nicht grausam zu sein.« Cantu, Bd. XIII. S. 116.

Präsident des Gerichtshofes war Dumas, ein Mann ohne Gewissen und Menschengefühl, eine blutlechzende Tigernatur. Ihm glichen die beisitzenden Richter. Fouquier und Collot, die beiden öffentlichen Ankläger, beherrschte eine solche Mordgier, daß ihnen nicht rasch und zahlreich genug die Köpfe fallen konnten. Ibid. S. 143.

Von gleicher Sinnesart waren die Geschworenen. In der Geschicklichkeit, die Menschenvertilgung mit großer Schnelligkeit zu fördern, erblickten sie die Aufgabe ihres Berufes. In vier bis fünf Minuten verurteilten sie bisweilen fünfzig Menschen zum Tode. Ein Geschworener pflegte zu sagen: »Wenn kein Verbrechen eines Angeklagten vorliegt, so muß man rasch eines erfinden.« – Als sich bei einer Sitzung die Verhandlungen sehr in die Länge dehnten, rief der Geschworene Vilate: »Die Angeklagten sind doppelt überführt; denn es ist bereits Mittag, und jetzt konspirieren sie gegen meinen Magen.« – Leugnete beim Verhör ein Angeklagter, so wurde unverweilt zum folgenden übergegangen. Später fiel das Verhör ganz weg. Den Unmenschen genügte die Gegenwart ihrer Opfer, um sie vom Gerichtssaale nach der Guillotine zu schicken. Menschlich gesinnte Geschworene, welche ihre Entlassung begehrten, wurden mit dem Tode bedroht, wenn sie nicht blieben. Wachsmuth, Bd. II. S. 323.

Waffenklirren und laute Rufe der bahnbrechenden Gendarmen verkündeten das Nahen der Angeklagten. Etwa hundertundvierzig Männer und fünfzehn Frauen betraten den Saal. Sie ließen sich geräuschvoll nieder auf die Bänke der Geladenen. Nach Kleidung und Manieren zu schließen gehörten sie alle dem Gewerbestande an. Der einzige Graf Wilhelm von Rovere verriet durch Haltung und Benehmen den Aristokraten. Selbst in dieser furchtbaren Stunde verleugnete er den feingebildeten Weltmann nicht.

Die Angeklagten zeigten von Ängstlichkeit und Todesfurcht keine Spur. Sie sprachen lebhaft miteinander, lachten sogar und scherzten. Denn es war Modesache geworden, furchtlos und heiter zu sterben. Der französischen Eitelkeit schmeichelte es, durch Mut und Todesverachtung die Bewunderung der Zuschauer zu verdienen. Da sehr viele Republikaner geköpft wurden, so pflegten diese auf ihrer Todesfahrt nach der Guillotine die Marseillaise zu singen und singend das Schafott zu besteigen. Das tägliche Abschlachten hatte die Gemüter bis zur Unnatur abgestumpft. Das Guillotinieren war eine regelmäßige alltägliche Erscheinung, eine Gewohnheitssache geworden. Das Sterben war so leicht, so überaus bequem, sei es, daß man selber sterben wollte, oder einem anderen nach dem Leben trachtete. Sohin verlor die Schreckensherrschaft ihre Macht, weil die Guillotine das Werkzeug einer abgeschmackten Komödie zu werden drohte. Aus diesem Grunde stellte ein Geschworener den Antrag, man solle die Verurteilten vor der Hinrichtung zur Ader lassen, um ihnen die mutige Haltung zu nehmen. Cantu, Bd. XIII. S. 143.

Graf Rovere saß auf der hintersten Anklagebank in zwanglosem Verkehr mit seinem Nachbar, ohne seinen früheren Torwächter zu bemerken, der keine sechs Schritte von ihm entfernt stand. Da zuckte plötzlich der Graf zusammen und eine tiefe Bewegung glitt über sein Gesicht. An der gegenüberliegenden Wand gewahrte er seinen Sohn stehen, die Arme verschränkt und finster vor sich hinstarrend.

»Mein Gott, – der arme Junge!« stöhnte der Graf.

»Was haben Sie, mein Freund?« frug der Nachbar, über die Veränderung des Todesgenossen verwundert.

»Sehen Sie dort jenen bleichen jungen Mann?«

»In der Bluse, – mit den struppigen langen Haaren und dem unheimlichen Gesicht? – Nun, was ist's mit ihm?«

»Mein Sohn Henry! Schmerz und Verzweiflung entstellen ihn furchtbar. Sicher kam er, seinen Vater zu verteidigen, – der edle Junge! Seine Verteidigung wird zwar nichts helfen, – aber diese Teilnahme, dieser Beweis kindlicher Liebe wirken überaus wohltuend und freudig auf das Vaterherz. Guter Henry, – Du treuer Beistand in meiner Todesstunde, Honig träufelt Deine Liebe in den Leidenskelch Deines unglücklichen Vaters!«

Der Nachbar lächelte.

»Sie schwärmen, mein Freund! Wozu das Sterben durch nutzlose Zärtlichkeiten sich erschweren?«

»Die Natur behauptet ihr Recht, das väterliche Gefühl regt sich,« antwortete der Graf, eine Träne aus den Augen wischend.

Seine Schulter berührte eine Hand. Der Torwächter seines Schlosses stand hinter ihm.

»Ach, – Du hier? Du guter, getreuer Mensch!« sagte Rovere bewegt. »Wie geht es meiner Tochter? Weiß sie,« – seine Stimme versagte.

»Fassung, Herr Graf!« flüsterte ihm David in das Ohr. »Die gnädige Gräfin weiß von allem nichts. Ich hoffe, Sie werden frei.«

»Eitle Hoffnung! O Gott, – mein Kind, – mein schutzloses Kind!«

Der Schmerz drückte ihn nieder. Das Haupt zum Knie herabgebeugt, weinte er in sein Taschentuch.

Die Proletarier auf ihren Bänken waren immer unruhiger und lauter geworden. Jetzt polterten sie mit Füßen und Stöcken wie ungeduldige Zuschauer, welche das Aufrollen des Vorhanges im Theater nicht erwarten können.

»Zehn Minuten über die Zeit, – heraus, – heraus!« riefen sie.

Ein Angeklagter sprang empor, wandte sich nach dem Zuschauerraum und winkte Stille. Der Lärm schwieg.

»Mitbürger!« rief er. »Stimmt vorläufig die Marseillaise an; denn heute werden hundertundsiebenundzwanzig gute Patrioten und echte Republikaner guillotiniert.«

Die Worte enthielten Wahrheit, zugleich schneidigen Hohn auf die unsinnige Schreckensherrschaft. Sogar die Proletarier mochten dies fühlen; denn sie beantworteten die Aufforderung mit ernstem Schweigen.

Durch eine Türe des Vordergrundes war der Gerichtshof eingetreten und hatte seine Plätze eingenommen. Am oberen Ende des Tisches saß Präsident Dumas zwischen zwei Richtern. Dem öffentlichen Ankläger Fouquier gegenüber saß ein Sekretär. Irgend ein Gesetzbuch war nicht vorhanden, weil jeder Grund, auch der nichtigste oder gar keiner genügte, dem Blutgericht die täglich vorgeschriebene Anzahl Schlachtopfer zu überliefern.

Die Geschworenen hatten sich auf ihren Bänken niedergelassen. Thomas Gilbert spähte forschend durch den Saal. Er sah David und winkte ihm zu. Als er den Grafen Henry bemerkte, entstellte sich sein Gesicht und die Glut unbeschreiblichen Hasses loderte in seinen Augen.

Ohne Zweifel hatte Fouquier den Präsidenten des Gerichtshofes von der Absicht der versammelten Menge in Kenntnis gesetzt; denn Dumas warf besorgte Blicke nach dem überfüllten Zuschauerraum und den offenen Ausgängen, wo sich Kopf an Kopf drängte.

»An der betreffenden Stelle des Weges müssen wir vorsichtig fahren, damit wir nicht umwerfen,« wandte sich der Präsident an Fouquier.

Letzterer nickte beistimmend.

»Dafür liegt der übrige Weg umso bequemer und angenehmer,« fuhr Dumas fort, in die Liste der Angeklagten blickend.

Er klingelte. Das Gesumme schwieg.

»Das Revolutionsgericht beginnt seine Tätigkeit im Namen der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit,« sprach mit lauter Stimme der Präsident. »Jene Angeklagten, welche ich ablese, haben sich zu erheben und vorzutreten.«

Er las zweiundsiebenzig Namen von der Liste. Die Aufgerufenen standen vor dem Gitter, unerschrocken und furchtlos.

»Ihr alle seid der Konspiration angeklagt,« fuhr der Präsident fort. »Da Ihr durch Ableugnen den Gerichtshof weder täuschen noch beirren könnt, so rate ich Euch, das Verbrechen der Konspiration aufrichtig einzugestehen.«

»Bürgerpräsident, darf ich mir eine Frage erlauben?« rief einer der Angeklagten.

»Es sei Dir gestattet.«

»Dann möchte ich fragen, worin unsere Konspiration eigentlich besteht?«

»In Ausdrücken der Unzufriedenheit über die Gefängniskost, – in Verhöhnung des Revolutionsgerichtes, durch Gerichtssitzungen, die Ihr nachgeäfft und lächerlich gemacht habt.«

»Man hat uns Speisen gegeben, zu schlecht für Hunde, – darüber beschwerten wir uns, weil wir ein Recht zu haben glaubten, menschliche Nahrung zu verlangen,« erwiderte der Angeklagte. »Wir haben Gerichtssitzungen gehalten zum Zeitvertreib und in der Absicht, uns für die wirklichen Gerichtssitzungen einzuüben. Dies alles zusammen kann aber doch keine staatsgefährliche Konspiration sein?«

»Ob dies alles strafwürdige Konspiration ist oder nicht, haben die Geschworenen zu beurteilen,« sagte kalt der Präsident.

»Bürger!« rief ein anderer Angeklagter. »Wir alle sind Republikaner, gutgesinnte Patrioten. Einige von uns waren die besten Schützen bei der Aristokratenjagd. Wir alle schwärmten für Freiheit und Volkssouveränität. Dem höchsten Wesen der Vernunft feierten wir Feste, wir plünderten und zerstörten die Kirchen des Aberglaubens, wir schickten alle Pfaffen, deren wir habhaft werden konnten und die den Bürgereid verweigerten, auf das Schafott. Altäre des Vaterlandes errichteten wir und Freiheitsbäume. Um es kurz zu sagen, wir alle sind erprobte Republikaner. Falsche Ankläger brachten uns in das Gefängnis aus Neid und persönlicher Feindschaft. Diese Schurken soll man strafen, nicht uns. Wir appellieren an die Gerechtigkeit!«

»Genug!« unterbrach ihn Dumas.

Fouquier erhob sich.

»Die zweiundsiebenzig Angeklagten bestreiten nicht, das Verbrechen der Gefängnis-Konspiration begangen zu haben. Ich ersuche daher die Bürger-Geschworenen, nach der eingestandenen Schuld ihren Spruch zu fällen.«

Die Geschworenen verließen den Saal und kehrten nach einer halben Minute wieder zurück.

»Die zweiundsiebenzig Angeklagten sind von den Bürger-Geschworenen der Konspiration und des Todes schuldig gefunden worden,« erklärte der Obmann.

»Infolge des Verdiktes der Geschworenen,« sprach Dumas, »verurteilt das Revolutionsgericht die zweiundsiebenzig Angeklagten zur Todesstrafe, die unverweilt zu vollziehen ist.«

Gendarmen drängten die Verurteilten in einen anstoßenden Raum, wo ihnen die Hände auf den Rücken gebunden und sie dann auf Henkerkarren verladen wurden. Als sich die Karren in Bewegung setzten, begannen die verurteilten Republikaner, die Marseillaise zu singen, deren blutschnaubende Melodie, von dem versammelten Pöbel nachgebrüllt, abschreckend durch die Gassen hallte.

Inzwischen waren abermals fünfundsechzig Verdächtige zum Tode verurteilt worden. Alles verlief mit erstaunlicher Schnelligkeit. Das ganze Gerichtsverfahren machte den Eindruck haarsträubender Unmenschlichkeit und fortgesetzter Justizmorde.

Eine Schaar Frauen stand vor den Schranken, angeklagt, gegen Robespierre, Marat und den Konvent geschimpft zu haben. Die zungengewandte Verteidigung der Frauen erregte des Präsidenten Spötterlaune.

»Ihr seid wirklich hübsche Bürgerinnen, – schade für Eure Köpfe!« höhnte er. »Ich glaube auch, daß Eure Herzen republikanisch schlagen, – aber desto schlimmer und verdächtiger sind Eure Zungen.«

»Bürger-Präsident,« rief ein Weib von energischem Wesen, »ich will Dir sogleich beweisen, daß wir falsch angeklagt sind. Ich frage Dich, kann eine Stumme schimpfen?«

»Eine Stumme gewiß nicht! Aber von Stummheit habe ich an den hübschen Damen noch nichts bemerkt.«

»Bürgerin Laforce hat keine Zunge,« rief das Weib, auf eine Angeklagte deutend. »Hat sie keine Zunge, so ist sie stumm, – ist sie stumm, wie kann sie schimpfen?«

»Bürgerin, hast Du wirklich keine Zunge?« frug Dumas.

Laforce bewegte verneinend das Haupt.

»Öffne Deinen Mund, – weit!« befahl der Präsident.

Der Mund enthielt keine Zunge.

»Nun, – dies hat wenig zu bedeuten!« sagte Dumas mit infernaler Brutalität. »Wir verlangen nicht Deine Zunge, sondern Deinen Kopf.«

Sie alle wurden zum Tode verurteilt.

Die Bänke der Angeklagten waren leer. Graf Rovere saß allein. Wieder griff Dumas zur Liste, diesmal zögernd, unsicher; denn es regte sich im Zuschauerraum. Ein dumpfes Grollen und Murren, das sich bis nach den Gängen fortpflanzte, verkündeten Unmut und Zorn des souveränen Volkes.

Thomas Gilbert rückte ungeduldig auf der Bank, sah mit bedeutsamer Geberde und erregtem Mienenspiel nach den schlagfertigen Proletariern und heftete die rachsüchtig funkelnden Augen auf Henry.

»Wilhelm Rovere, des Royalismus und der Emigration angeklagt von seinem Sohne Henry Rovere,« sprach laut der Präsident.

Graf Wilhelm hatte sich bei Nennung seines Namens rasch erhoben und war einige Schritte vorgetreten. Plötzlich blieb er steif stehen. Die Worte: »angeklagt von seinem Sohne,« wirkten auf den Unglücklichen wie eine Bannformel. Sein Gesicht wurde todesbleich, sein Auge starr. Wie von Sinnen blickte er um sich.

»Ist's dem Angeklagten gefällig, vorzutreten?« sprach Dumas.

Der Mann murmelte Unverständliches und blieb stehen. Ein Gendarm griff ihn beim Arm und zog ihn vor die Schranken. Dort betrachtete er seinen Sohn vom Kopf bis zu den Füßen, schüttelte das Haupt und lächelte wie ein Irrsinniger.

»Wer von Euch hat gesagt, dies da wäre mein Sohn?« wandte er sich an den Gerichtshof. »Wer wagt es, mich zu beschimpfen? Seht Ihr denn nicht, daß dieses Ding da, – dieses Ding, welches drei Schritte vor mir steht, – daß dieses Ding nicht mein edler Sohn Henry, sondern der Teufel ist?«

Vom Zuschauerraum antwortete schallendes Gelächter.

»Ein Narr, – ein Narr!« schrieen die Sanscülotten.

Dumas klingelte.

»Der Angeklagte spielt seine Rolle sehr gut,« sprach er. »Allein das Revolutionsgericht wird eine so plumpe Finte nicht täuschen. Ankläger, zur Sache!«

Mit einem Blicke kalter Bosheit auf den Vater begann Henry seine Anklage, wie ein Mensch, der sich selber eine Lobrede halten will.

»Nichts geringes mag es sein, den eigenen Vater dem Arme der strafenden Gerechtigkeit zu überliefern,« begann er. »Aber die patriotische Tugend ist stärker in mir als die Stimme der Natur. Das Vaterland bedarf solcher Bürger, deren republikanische Gesinnung erhaben ist über jede menschliche Schwäche. Nur Feiglinge und solche, die zu kraftlos sind, um auch das Höchste auf dem Altare des Vaterlandes zu opfern, können einen Sohn tadeln, der seinen schuldigen Vater auf das Blutgerüst schickt. Beim Revolutionskomitee in Limoges habe ich meinen Vater, Wilhelm Rovere, als hartgesottenen Royalisten und Emigranten angeklagt. Weil jedoch ein Konventsdekret befiehlt, daß aristokratische Emigranten in Paris gerichtet werden sollen, darum wurde der Angeklagte hierher gebracht. Um einen weiteren Beweis meines Patriotismus zu geben, unternahm ich die Reise hierher, obwohl die Unkosten derselben meinen beschränkten Mitteln schwer fielen. Da Wilhelm Rovere seinen aristokratischen Dünkel bewahrt hat, so wird er seine Emigration ebensowenig in Abrede stellen wie seine royalistische Gesinnung.«

»Angeklagter, was haben Sie zu erwidern?« frug Dumas.

Während Henrys Rede hatten sich des Grafen Züge noch mehr entstellt. Weit öffnete er Mund und Augen wie ein Erstickender, verzerrte das Gesicht und bewegte heftig die Arme. Die Frage des Präsidenten schien er nicht vernommen zu haben.

»Wilhelm Rovere,« wiederholte Dumas, »ich frage, was Sie auf die Anklage Ihres Sohnes zu erwidern haben?«

»Was ich zu erwidern habe?« rief jetzt der Unglückliche. »Schickt mich auf die Guillotine, wie es mein Sohn verlangt. Wie, – was, – verdient ein Vater nicht den Tod, welcher einen solchen Sohn hat? Seht doch, was ich da erzeugt habe, – ha, – ha!« lachte er gräßlich. »Vorwärts, – fällt den Todesspruch einem Vater, den sein Sohn bereits hingerichtet hat! Nun, – was zögert Ihr? Was gibts da zu bedenken? Bin ich nicht der Vater eines Ungeheuers? Herunter den Kopf, – herunter!«

»Angeklagter, waren Sie emigriert?« frug Dumas.

»Was frägst Du lange? Hats nicht mein guter Sohn gesagt, – mein liebes Kind, – mein Püppchen? Wie lange noch soll mein Kopf denken, was jeden Vater wahnsinnig machen muß? Herunter mit dem armen Kopf! Oh – oh!«

Da erhob sich Thomas Gilbert.

»Bürger-Präsident, ich frage Dich, ob ein Geschworener verpflichtet ist, zu verhindern, daß von einem Schurken der Gerichtshof getäuscht und betrogen wird?«

»Er ist verpflichtet!« antwortete Dumas.

»Bürger, hört mich!« begann Gilbert mit schallender Stimme, mehr zu den Sanscülotten als zum Gerichthofe sprechend. »Dieser Henry Rovere, welcher seinen irrsinnigen Vater angeklagt hat in der Absicht, seinen erheuchelten Patriotismus leuchten zu lassen und sich hiedurch für ein Amt zu empfehlen, – dieser Henry Rovere ist ein ausbündiger Schurke, ein Tyrann des Volkes, ein Zertreter der heiligsten Menschenrechte! Henry Rovere,« – wandte er sich an den Elenden, »erkennst Du mich? Mich, den Seidenweber Thomas Gilbert von Limoges?«

Der Angeredete fuhr entsetzt zurück, wurde erdfahl und zitterte an allen Gliedern.

»Ha, – seht, er kennt mich!« rief Thomas grimmig. »Seht, wie seine Tyrannenseele bebt, weil ihm naht die Stunde der heiligen Volksrache! – – Bürger, hört meine Anklage! Diesen hier gegenwärtigen Henry Rovere klage ich an, vor vier Jahren meine Braut, Madelon Duval von Nod, geraubt und entehrt zu haben. Ich klage ihn ferner an, mich, den Bürger Thomas Gilbert, vor den Toren seines Schlosses mit der Reitpeitsche geschlagen zu haben wie einen Hund. Ich klage ihn endlich an, mich schuldlosen Menschen durch einen lettre de cachet nach Cayenne geschickt zu haben. Bürger, Gerechtigkeit fordere ich! Den Tod eines Schurken fordere ich, welcher die heiligsten Menschenrechte mit Füßen getreten, einen Sohn des souveränen Volkes mißhandelt und zu ermorden beabsichtigt hat.«

»Tod dem Tyrannen Rovere!« riefen die Proletarier.

Das Geschrei klang durch Gänge und Hallen, bis hinaus auf den Vorplatz, wo die Menge brüllte: »Tod dem Tyrannen Rovere!«

Der Präsident ließ den Sturm vorüberbrausen.

»Henry Rovere, was haben Sie auf diese schweren Anklagen zu erwidern?« frug Dumas.

»Ich, – ich, – kenne den Menschen nicht!« stotterte er.

Die Sanscülotten lachten höhnisch.

»Er will seinen Tyrannenkopf nicht hergeben!« rief eine Stimme.

»An die Laterne mit dem Leutschinder!« schrieen andere.

Der Präsident gebot Ruhe.

»Die zweifellosen Verbrechen Henry Roveres entlasten keineswegs Wilhelm Rovere,« sagte Fouquier. »Mithin haben die Bürger-Geschworenen beide Fälle in das Auge zu fassen.«

»Bürger!« rief Thomas Gilbert. »Das Revolutionstribunal ist immer gerecht, es verurteilt keine Schuldlosen und Narren. Wilhelm Rovere ist augenscheinlich ein Narr, mithin unzurechnungsfähig.«

»Ich bin von dessen Narrheit keineswegs überzeugt,« erwiderte Dumas. »Angenommen auch, er wäre gegenwärtig närrisch, so war er bei seiner Emigration nicht irrsinnig. Mithin ist er des Todes schuldig.«

»Bürger-Präsident,« rief Gilbert, »ich verbürge die vollständige Verrücktheit Wilhelms Rovere und werde dessen Nichtschuldig beantragen.«

»Freiheit für den Narren Rovere!« schrieen die Sanscülotten.

Durch Gänge und Hallen und vor dem Justizpalaste stürmte es: »Freiheit für den Narren Rovere!«

Fouquier erhob sich.

»Den Irrsinn des Wilhelm Rovere muß ich bestreiten.«

Weiter kam er nicht. Die Proletarier stürmten ihn nieder. Fabret donnerte durch den Saal: »Das souveräne Volk will nicht die Köpfe von Narren, sondern die Köpfe seiner Feinde, die Köpfe von Verdächtigen und geheimen Verrätern.«

»Das wollen wir!« brüllten die Sanscülotten. »Tod den Schurken, – Freiheit dem Narren!«

Dumas und Fouquier erkannten die geplante Freisprechung des alten Rovere und wagten nicht, durch weiteren Widerspruch den Grimm des souveränen Volkes zu reizen.

»Die Bürger-Geschworenen haben zu entscheiden!« sprach der Präsident.

Wieder betraten die Geschworenen das Seitenzimmer, um nach einigen Sekunden zurückzukehren.

»Die Geschworenen finden Henry Rovere des Todes schuldig, den Narren Wilhelm Rovere hingegen schuldlos,« verkündete der Obmann.

»Demzufolge,« urteilte Dumas, »ist Henry Rovere sofort zu guillotinieren, Wilhelm Rovere in Freiheit zu setzen.«

Der Gerichtshof verließ den Saal, während die Sanscülotten Beifall klatschten und nach den Ausgängen drängten.

Thomas Gilbert war zurückgeblieben, seine Rachgier an der Verzweiflung Henrys zu weiden. Dieser hatte seine Haltung vollständig verloren und geberdete sich wie ein Sinnloser.

»Zurück da!« schrie er die Gendarmen an. »Ich will nicht sterben, – leben will ich! Man hat mich falsch angeklagt, – Gilbert ist ein Schuft, eine Kanaille!«

»Daß ich eine Kanaille bin, hast Du schon vor vier Jahren gesagt, nämlich damals, als ich meine geraubte Braut von Dir zurückforderte,« höhnte Gilbert. »Wo hast Du Deine Reitpeitsche, edler Graf, mich »freche, niederträchtige, gemeine Ausgeburt und Hefe des Pöbels« zu knuten? Hast Du nicht so geschimpft, edler Graf? Siehst Du, ich zahle die Peitschenhiebe mit guten Zinsen zurück! Und für Cayenne, sollte es gerächt werden, müßtest Du noch zehn Köpfe haben. Fort, Schurke, fort, verzweifle und stirb!«

Wie ein Rasender wehrte sich Henry gegen die Gendarmen. Sein Mund schäumte und stieß furchtbare Flüche hervor. Schließlich wurde er überwältigt, gebunden und auf den Henkerkarren gesetzt. Der Pöbel geleitete den Karren, verhöhnte den Elenden und warf ihn mit Kot, so daß Rovere furchtbar zugerichtet und halb tot vor dem Schafott anlangte. Auf dem Blutgerüst traten noch einmal die Schrecken des Todes vor ihn. Er schrie und heulte, bis sein Kopf in den Korb rollte und die Seele des Ruchlosen zum Abgrunde niederfuhr.

Inzwischen war David mit dem Grafen Wilhelm beschäftigt, dessen Verstand wirklich durch die Untat seines Sohnes verwirrt erschien. Er saß auf einer Bank und starrte vor sich hin.

»Gnädiger Herr Graf, danken wir Gott, Sie sind freigesprochen! Wenn es Ihnen gefällig ist, so gehen wir.«

Allein David redete zu einem Tauben, der zuweilen schmerzlich stöhnte und keine Bewegung machte, den Saal zu verlassen.

»Gnaden, fassen Sie sich!« fing der Torwächter wieder an. »Es ging ja alles glücklich vorüber. Das Gebet Ihrer frommen Tochter, der gnädigen Gräfin Isabella, hat Ihnen den Schutz des Himmels erfleht.«

Das Wort »Isabella« rüttelte den Grafen aus seiner Betäubung. Den Kopf erhebend sah er verwirrt umher.

»Die gnädige Gräfin Isabella erwartet Sie. Gehen wir!«

»Isabella? Ist das nicht mein Sohn?«

»Ihre Tochter, Ihr tugendreiches Kind, das Eure Gnaden mit Sehnsucht erwartet.«

Rovere erhob sich rasch.

»Wo ist sie, – meine Tochter, mein Kind?«

»Darf ich Eure Gnaden dahin führen?«

»Schnell, schnell, bevor Henry meinen Kopf herunterreißt! Nur schnell, – ha – ha, – was ich für einen guten Sohn habe!«

»Denken Sie nicht an den Gottlosen, denken Sie an Isabella.«

»Ah, – richtig! Du bist David, mein getreuer Torwächter. Geschwind führe mich zu Isabella!«

David nahm den Grafen bei der Hand und verließ mit ihm den Justizpalast. In der Straße angelangt, hatte David Mühe, mit dem Eilenden gleichen Schritt zu halten.

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