Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Gotthold Ephraim Lessing >

Ausgewählte Fabeln

Gotthold Ephraim Lessing: Ausgewählte Fabeln - Kapitel 47
Quellenangabe
titleAusgewählte Fabeln
authorGotthold Ephraim Lessing
typefable
modified20170915
Schließen

Navigation:

Der Pelikan

Für wohlgeratene Kinder können Eltern nicht zu viel tun. Aber wenn sich ein blöder Vater für einen ausgearteten Sohn das Blut vom Herzen zapft, dann wird Liebe zur Torheit.

Ein frommer Pelikan, da er seine Jungen schmachten sah, ritzte sich mit scharfem Schnabel die Brust auf und erquickte sie mit seinem Blute. »Ich bewundere deine Zärtlichkeit«, rief ihm ein Adler zu, »und bejammere deine Blindheit. Sieh doch, wie manchen nichtswürdigen Kuckuck du unter deinen Jungen mit ausgebrütet hast!«

So war es auch wirklich; denn auch ihm hatte der kalte Kuckuck seine Eier untergeschoben. – Waren es undankbare Kuckucke wert, daß ihr Leben so teuer erkauft wurde?

 


 

 << Kapitel 46  Kapitel 48 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.