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Ausgewählte Fabeln

Gotthold Ephraim Lessing: Ausgewählte Fabeln - Kapitel 41
Quellenangabe
titleAusgewählte Fabeln
authorGotthold Ephraim Lessing
typefable
modified20170915
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Der Strauß

Η στρουϑος η μεγαλη λασιοις μεν τοις πτεροις επτερωται, αρϑηναι δε και εις βαϑυν αερα μετεωρισϑηναι φυσιν ουκ εχει· ϑει δε ωκιστα, και τας παρα την πλευραν εκατεραν πτερυγας απλοι, και εμπιπτον το πνευμα κολποι δικην ιστιων αυτας· πτησιν δε ουκ οιδεν.»Der große Strauß ist mit buschigen Flügeln versehen; die Natur verstattet ihm jedoch nicht, sich zu erheben und sich hoch in die Luft emporzuschwingen. Aber er läuft sehr schnell und entfaltet die Flügel zu beiden Seiten; und wenn der Wind hineinfährt, bläht er sie wie Segel – dennoch kann er nicht fliegen.« Aelianus lib. II. c. 26.

Itzt will ich fliegen, rief der gigantische Strauß, und das ganze Volk der Vögel stand in ernster Erwartung um ihn versammelt. Itzt will ich fliegen, rief er nochmals, breitete die gewaltigen Fittiche weit aus und schoß, gleich einem Schiffe mit aufgespannten Segeln, auf dem Boden dahin, ohne ihn mit einem Tritte zu verlieren.

Sehet da ein poetisches Bild jener unpoetischen Köpfe, die in den ersten Zeilen ihrer ungeheuren Oden mit stolzen Schwingen prahlen, sich über Wolken und Sterne zu erheben drohen und dem Staube doch immer getreu bleiben!

 


 

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