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Aus dem ewig-währenden Calender

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Aus dem ewig-währenden Calender - Kapitel 2
Quellenangabe
typenarrative
booktitleGrimmelshausen Werke II (Bibliothek der frühen Neuzeit Band 17)
authorHans Jacob Christoffel von Grimmelshausen
year1997
publisherDeutscher Klassiker Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-618-66470-2
titleAus dem ewig-währenden Calender
pages357-410
created20000906
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1670
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I.
Läuß / Flöhe / Taback / böse und schöne Weiber eins Dings.

DJesen / wie auch etliche andere nachfolgendte Schwänck hat man ihn bey lustigen Gesellschafften erzehlen hören; ich halte darvor (hat er gesagt da man von den bösen Weibern redete) daß gleich wie den Bettlern / Landstreichern unnd gemeinen Soldaten im Feld die Läuß und das Tabacksauffen: den Weibern aber die Flöhe von der Natur mitgetheilt worden / jhre müssiggängerische lange weil damit zuvertreiben / auff daß sie etwann ein ander Unglück anzustellen / oder jhrer Boßheit nachzusinnen keine ruhe haben möchten; daß eben darumb die alleredleste Ingenia, höchstgelehrt- und erleuchteste Männer: Ja die allergroßmütigste Persohnen und tapfferste Helden-Gemüter gemeiniglich auch mit bösen oder doch wenigst schönen Weibern beladen werden; damit sie daheimb Arbeit genug / und etwas zu nagen: Hingegen aber desto weniger Zeit hätten gar zu hoch hinauß zugedencken vnd grössere Sachen (die nicht allzeit jederman ersprießlich) vorzunehmen.

 
II.
Die vergessene.

ALs sich sein Weibgen einsmahl gegen jhm daß sie jhr Gedächtnuß verliehen / mit diesen Worten beklagt: Ach wie werde ich so vergessen! antwortet er ihr / das macht daß ihr zuvor vertruncken worden seyt.

 
III.
Die verkehrte Welt.

DJß Stückgen ist auß einem Butterbrieff genommen worden / der mit Simplicissimi aigner Hand überschrieben gewesen: Als ich in meinem sibenzehenden jährigen Alter noch ein Mußquetirer- oder Tragoner war / und nach verstrichenen Sommer vnd vollendem Feldzug im Land der jenigen Völcker im Winterquartier lag die nach art der uralten Teutschen zur Anzeigung jhrer angebornen Beständigkeit nach lätz tragen / wurde ich durch meinen vorgesetzten Corporal Commandirt eine Caravana selbiger Nation (welche mit sambt jhren Thiernen mehrentheils mit leinen Garn und Tuch desselben Stoffs beladen war) in eine vornembste Statt jhres Lands / deren ehelicher und wolhergebrachter Nahm zwar über drey Buchstaben nit vermag / wegen Unsicherheit unserer Völcker streiffenden Partheyen zu convoiren; dieses Commando wurde angelegt ehe ich den vierdten Theil außgeschlaffen hatte / daher mich mein Herr Corporal auß dem Beth vffwecken muste; auß ursach / dieweil ich den Abend zuvor etlichen Glatthärigen jungen Schwämen zugefallen mit meinem Haußwirt in eine Kunckelstuben zu Liecht gangen war / und der alleranmütigsten Dirne-Kunckel ein Kupfferstück auff einem Bogen Papier gefunden / warüber ich mich eben so sehr: als über die liebliche Spinnerin selbst vernarrede; dann weil ich noch kein solches Exemplar gesehen / kahme mirs auch desto vor / und nach dem ichs mit Consens seiner Possessorin herab genommen / setzte ich mich darhinder und Carresierte an statt der schönen Spinnerinn in jhren Kunckelbrieff und lobte bey mir selbst die artliche Invention deß Authors in dem mich bedunckte die verkehrte Welt könt sinnreicher kürtzer und besser nicht abgemahlet werden / als sie uff selbigem Brieff entworfen war; Ja ich bildete mir die Sach so steiff ein / daß mir auch darvon träumbte / dann da kam mir vor wie der Ochs den Metzger metzelte; daß Wild den Jäger fällete; die Fisch den Fischer frassen; der Esel den Menschen Ritte / der Lay dem Pfaffen predigte / daß Pferd den Reutter tumelt: der Arm den Reichen gabe / der Bawr kriegte und der Soldat pflügte; Solches nun war die Ursach / daß mich mein Corporal wecken muste / dann ich hatte mich bey den Spinnerinnen gar zu lang verspätigt / und noch darzu ehe ich entschlaffen / die Zeit lang wachend zugebracht.

Zuvor hatte ich die verkehrte Art der Welt wenig beobachtet / und noch weniger daß ich selbst mit interessirt wäre; So bald ich aber den grossen hauffen Leuth / Pferdt / Kärch und Wägen vor mir sahe die ich Convoyen solte / befand ich / daß ich einer von den vornembsten Personen war / mit denen damahl die Welt bey selbigem hauffen daß verkehren spielte. dann ich muste solche Leuth zubeschützen uff mich nehmen / worunter der Schwächste stärcker: der Jüngste älter: der Einfältigste außgestochner und der Aermste reicher war als ich! Solches bedunckte mich fast wunderlich: seltzamb und gar widersinns: ja allerdings nach art der verkehrten Welt gethan und beschaffen zu seyn: Vornehmblich als mich die Leuth (nach dem ich sie meiner Schuldigkeit nach von etlichen Strassenplackern die jhnen gern etwas abgezwackt hetten errettet) so hochehreten / und gleichsamb mehr Trost und Zuflucht uff mich als uff jhre Schutz-Engel setzten / welches ich doch am allerwenigsten meritirte; Derowegen setzte ich mir vor / ich wolte alle dergleichen Posten so die verkehrte Welt verfügen würde / hinfüro genaw beobachten; umb mich darauß zubessern und meinen wenigen Verstandt zu schärpffen; Jch gedachte / es würde auch ohne diesen Nutzen sonderbahre Ergetzungen setzen / wann ich nemblich hierdurch ein und andere Thorheiten der Welt desto klärer sehen: und entweder mit Democrito verlachen: oder mit Diogene verspotten könte; unangesehen / daß ich seythero mehr Ursachen gefunden solche mit Heraclito zubeweinen.

Jn diesen meinen Gedancken begegnet uns ein kleines Kutscherlein / etwas wenigs grösser als ein Zwerg / diesen führte seinen Herren welches ein grosser und sehr corplenter Prælat war / in einer Kutschen die mit 6. Pferdten bespannet gewesen / ohne alle Mühe dahero / dann jhme die Pferdt unangesehen jhrer Stärcke trefflich gehorsambten / solches schickte sich so artlich zu meinen damahligen Gedancken daß ich mich deß lachens nicht enthalten könte / welches aber der Her Prælat / weil wir beyderseyts still hielten und einander was News fragten gleich war nahm / und mich fragte was es guts bey mir zulachen abgebe? Jch antworttet / unserer selbst muß ich lachen / in dem wir einander nach newen Zeitungen fragten / und indessen nicht wahr nehmen was bey uns geschiehet; was ists dann? fragte der Prælat / ich antworttet / vor alters pflagen die grosse den kleinen fort zuhelffen / jetzt sehe ich aber an Ew. Hochwürden und jhrem Kutscherlin allerdings daß Widerspiel; Ha sagte der Prælat so ohne Zweyffel ein rechtschaffener verständiger Herr / und kluger Kopff gewesen; was wolts vor ein Wunder oder etwas newes seyn? siehet man doch eben dergleichen an ewer Gesellschafft / da ein Jüngling einen grossen Hauffen geständener Männer forthelffen muß! Eben daß ists warumb ich dieser verkehrten Welt lache / sagte ich: Ja antworttet der Prælat / jhr dörfft euch deßwegen drumb nicht überheben / jhr habt solche Gnad vor kein Erblehen; Sintemahl die Zeit wider alles ändern und uff den alten Fuß setzen wird; Alsdann wirds heissen der Soldat leith / und der Bawer reith: daß glaube ich / war meine antwort / aber Ewer Hochwürden: haben drumb kein sonderliche Ursach die alte Zeit wider zuwünschen / sintemahl es alsdann nit mehr heissen würde / Hanß spann an wir wollen fahren: Sonder gehet hin in alle Welt: damit schieden wir / und trapt jeder seines Weegs.

 
IV.
Die demütige Seel.

MJr würde erzehlet daß Simplicissimus auff eine Zeit mit etlichen Stutzern spatziren gangen / da seye jhnen ein garstiges altes Weib begegnet / uff dieselbe hätte Simplicissimus mit dem Stab gezeigt und gesagt / sehet umb Gottes willen / was diß Weib vor ein edle demütige Seel haben muß / daß sie sich so lang in einer solchen schlimmen Herberg gedultet.

 
V.
Platz zum Wein.

ALs er einsmahls mit einem Cavallier und einem Doctor in einen Keller voll Wein gieng / allwo der Cavallier gleich anfieng das Wasser zulassen / und den Doctor fragte / wie es doch komme / daß einem jeden die Natur gleich an diese Verrichtung erinnere; Antworttet Simplicissimus, die sorgfältige Natur begehre man soll Platz machen / den edlen Rebensafft zu logirn.

 
VI.
Der teutsche Bawr.

JCh wurde einsmahls mit einer Parthey von der Götzischen Armee, die damahl zur Newstatt uff dem Schwartzwalt lag / in die Schwabenheit commandirt, da krigten wir einen Bawren der uns den Weeg am Bodensee weisen muste; diesen fragten wir per Spaß ob er Schwedisch oder Käyserisch seye? Er aber gedachte sagstu Käyserisch / so geben sich diese vor Schwedisch auß und Raumen dir den Buckel ab; sagstu aber Schwedisch so widerfahret dirs abermahl; Antworttet derowegen er wisse es nicht; Schelm / sagt ein Reuter zu jhm (dann damahls waren wenig redlich Leuth / weil die Soldaten die Bawren Schelmen nennten daß sie es höreten / und hingegen die Bawern die Soldaten Dieb schalten wann sie es nicht höreten) du wirst ja wissen wem du zugehörest? Nein jhr Herrn / antworttet der Bawr / diß ist ohne Gefahr nicht zu sagen / ich seye dann uff meinen Mist; darauff sagte der Officier / wann du mir die Warheit bekennest / und sagst wie es dir umbs Hertz ist / so will ich dich wider gleich deines Weegs lauffen lassen / wo nicht / so mustu im Bodensee / neben welchem wir eben vorbey ritten / ohn alle Barmhertzigkeit ersauffen; der Bawr antworttet / ich hab mein lebtag gehört ein ehrlicher vom Adel wie ich euch vor einen ansehe / halte sein Wort / darumb will ich eben so mehr uff solche Paloren die Warheit sagen (wann ich deren nur versichert bin) und lebendig darvon kommen / als stillschweigen oder gar ligen und im See versauffen; Ein Schelm ist der sein Wort nicht halt / antwortet der Officier; Da sagt der Bawr es bleibt darbey / was aber meine Afexion anbelangt / so wollte ich wünschen die Käyserische Soldaten wären eine Milchsup so groß als diser See / und die Schwedische wären die Brocken drein / alsdann möchte der Teuffel sie mit einander außfressen; daß gab bey uns ein Gelächter und dem Bawren wider die Freyheit.

 
VII.
Der Redlichste.

MAn redet einsmahls in beysein Simplicissimi von der Redligkeit und gerechten uffrichtigen Leuthen / da sagte er / in diesem Fall übertrifft der Todt uns Menschen mit einander / dann er macht jedermann ein gleiche Zech: und ob er zwar dem Henoch und Eliæ ein zeitlang borgete so würd er jhnen doch die Schult nicht schencken.

 
VIII.
Genawe Kundschafft.

MAn sagt als Simplicissimus noch ein muthwilliger Tragoner Jung gewesen / seye jhm zu Soest ein alt Weib uffgestossen / die hette er gefragt was der Teuffel in der Höll mache: welche geantworttet: Schubkärch / dich und deines gleichen böse Buben damit in die Höll zuführen: darauff hette sich Simplicissimus zu seinen Cammerrathen gewendet und gesagt ich hab wohl gedacht / diese werde grosse Kundschafft mit dem Teuffel haben / und find mich auch nicht betrogen / sintemahl sie von seinen Geschäfften so hurtigen Bescheid zugeben weiß.

 
IX.
Das Pfaffenbissel.

ER nahme einsmahls im Läger vor Magdenburg einem Officier, als er in seinem Kalbs-Kleyd vorm Tisch uffwartet / und sich zugleich vor ein kurtzweiligen Rath gebrauchen liesse / ein gutes Stück vom Teller und sagte / daß ist ein delicat Pfaffenbissel / und mit solchen Worten verschlang ers: Der Officier sagte ja daß wars / es ist aber schad daß es in einen Narren kommen soll: daß gedachte ich auch / antwortet Simplicissimus dann eben darumb nahm ichs / damits dem Herren nicht zu theil würde.

 
X.
Die Cupplerin.

ALs sich ein ehrlicher Mann verwundert / daß sich Simplicissimus an eine Bawren Dirne verheyrathet hatte / da er doch wohl etwas bessere hätte kriegen mögen / jhn auch im Saurbrunnen fragte / wie er an diß Mensch kommen wäre / antwortet er / durch die Torheit.

 
XI.
Seine Magd.

ALs er diese / deren er / wie in seiner Lebens-Beschreibung zu sehen / ein Jungs angehenckt nach der Kindsbeth abschaffte / und sie sich darüber beschwerte / sagte er zu jhr / liebs Mensch / der Friedensschluß bringts mit sich / das man vielen unnützen Gesindel abdancken soll

 
XII.
Zween Carmeliten.

DJse befanden sich im Saurbrunnen und waren keine von den schönsten Mannsbildern / zu dem verstellen sie jhre Kutten noch mehr; Von denen sagte ein Weib von S. zu ihrer Gespielen / daß es Simplicissimus hörete / sehet doch umb tausend Gottes willen / wie seynd das so wüste schelmen; Ja antwortet Simplicissimus liebe Weiber / sie haben sich mit fleiß so verheslichet / damit sie euch Mißfallen desto besser enttrinnen möchten.

 
XIII.
Die wollfeyle Haaß.

ZU Philippsberg hatte er einen Haasen zuverkauffen / den botte er dem Marquadenter umb 2. fl. dann es war damahl ein thewre Zeit; hingegen wolte jhm der Marquadenter nur ein halben Thaler darumb geben / da sagte er zu jhm / du soltest dich beynahe schemen / daß du dich und deines gleichen nit hoher æstimirest.

 
XIV.
Die beste Weck.

DAmahl war das Brodt klein und klein / und alles thewr / also daß jederman über die elende Zeit jammerte / allein Simplicissimus nicht; Sondern er sagte die Becken hätten niemahlen besser Weck gebacken als eben jetzt / dann hiebevor hätte er kaum vor ein Batzen meistern mögen / nunmehr aber getrawe er gar wohl vor einen halben fl. vff einmahl auffzureiben.

 
XV.
Weiber Trew.

SEines Weibs Trew rühmte er auff diese weiß / wann sie (sagt er) ein böß Wort im hintersten Winckel habe / so gönne sie es sonst niemand als jhme / und solte sie auch sechs Wochen daran tragen / biß sie es jhm anbringen könte.

 
XVI.
Wohlbeschiessende Kost.

SEin Kostherr zu Cölln pflegte immerhin Stockfisch zuspeisen warüber etliche Studenten schmelen wolten / aber Simplicissimus der jmmer auff deß Kostherrns Geitz stichelte / und zugleich die Herren Studenten nicht ohngerupfft lassen könte / gab diesen Außspruch der Kostherr wehre deswegen nit zuverdencken / dann ob sie jhm gleich ein par Pfund auffrieben / so liesse sie jhm jedoch noch iederzeit etliche Centner übrig.

 
XVII.
Schaaffs-Därm.

BEy einer Soldaten Hochzeit ward Simplicissimus zu Philippsberg zum Tantzen angemuthet / er aber als einer der sein Tage dem Tantzen nichts nachgefragt sagte / es sey genug daß er dem Kalbfell folgen müste / solt er ererst auch den Schaff-Därmen nachhüpffen?

 
XVIII.
Comet.

EJn alter Officier erzehlte bey einer Gesellschafft ein langs und breits vom Comet so Anno 1618. erschienen / warauff der teutsche Krieg vnd aller Jammer erfolgt wäre; Er nennet jhn aber allzeit Magnet-Stern / und widerholte solches so offt / daß es Simpl. nicht mehr hören möchte; fragte jhn derowegen ob er jhn dann selbst gesehen / und als er mit ja antworttet sagte Simpl. so habt jhr gewißlich damahls ewren Harnisch nicht angehabt / er hätte euch sonst zusich hinauff gezogen.

 
XIX.
Hermaphroditen.

ALs er in einer vornehmen Statt auch viel vornehme Stutzer mit Jndianischen Bärten langen Haarlocken und weiten Hosen die voller Falten wie Weiber-Röcke anzusehen waren / mit einander / spatzieren gehen sahe; sagte er diß Ding bedeut einmahl etwas besonders / daß es so viel Hermaphroditen giebt!

 
XX.
Ein artliche Disputation.

EJn Weib der Reformirten Religion / welche die Bibel schier auswendig konte / Disputirte zu L. bey einer Collation / und gab den Anwesenden so viel Fragen auff / daß sie schier niemand mehr beantwortten konte oder wolte / und vielleicht auch deßwegen / weil sie niemand gern als eine reiche vornehme Fraw / beleidigen wolte; dahero verblieb ihr der Plaudermarck allein; darüber wurde Simplicissimus müth / und damit er sie geschweigen möchte / fragte er sie wie der Vatter der beyden Aposteln Jacobi und Johannis geheissen hätte; da sie nun antwortet Zebedeus; sprach er / mit diesem jhr Weiber behelfft euch / und greifft nit weiter.

 
XXI.
Das getrewiste Thier.

SImplicissimus sahe einen Mahler die Trew in Gestalt eines Weibsbildes mahlen / und neben sie einen Hund / als daß getrewiste Thier; zu dem sagte Simplicissimus er solte jhr vielmehr Kopff und Kleydung voller Läuse mahlen / dann selbige wären so getrew daß sie sich auch mit einem hencken liessen.

 
XXII.
Keglen.

EJne Gesellschafft muthete Simplicissimo an / er solte ein weil mit jhnen keglen / er aber antwortet / vermeinet jhr wohl mich zu solcher Thorheit und vergeblicher Arbeith zubewegen / da man sonst nichts thut als gleich wider auffsetzen was man kaum umbgeworffen: und sich befleist wider umbzuwerffen / was ererst uffgesetzt worden.

 
XXIII.
Flegel.

ER schluge sich einsmahls in Soest mit einem vierschrötigen groben Kerl / welcher jhm viel zuschaffen machte ehe er ihn überwand: da er aber mit jhm fertig war / sagte er / jetzt sehe ich was mirs bedeutet / daß mir heint geträumet / ich hab getroschen: dann ich hab ja genug mit diesen Flegel zuthun bekommen.

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