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Auf der Höhe Vierter Band

Berthold Auerbach: Auf der Höhe Vierter Band - Kapitel 14
Quellenangabe
typefiction
authorBerthold Auerbach
titleAuf der Höhe Vierter Band
publisherJ. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Neuntes Kapitel.

Der Tag war hell, die Nacht voll Sternenglanz, der Atem frei, das Auge klar, alle Schwere des Denkens schien drunten geblieben, dort, wo die Menschen in festen Wohnungen sich zusammenhalten.

»Ich glaub', du könntest jetzt wieder singen, deine Stimme ist gar nicht mehr so rauh,« sagte das Pechmännlein zu Irma. »Aber mehr schlafen solltest du; wenn man alt ist, lauft der Schlaf schon von selber davon; jag' ihn nicht fort, wenn er noch gern bei dir bleibt.«

Das Pechmännlein schien seine Sorgfalt zu verdoppeln, und Irma merkte jetzt in der That, daß ihre Stimme rauh war. Sie saß so gern; sie wanderte wohl durch die Wälder und in Thaleinschnitte, wohin nur der Jäger und der Holzhauer kommt, aber sie saß so oft still, ihr Wandern war wie das Fliegen eines jungen Vogels, er fliegt auf, muß sich aber gleich wieder niederlassen. Jetzt erinnerte sie sich, daß diese Müdigkeit in ihr war, seit sie von dem Gang nach der Hauptstadt zurückgekehrt war. Im Winter hatte sie nicht darauf geachtet, nun glaubte sie auch das Drängen Walpurgas zu verstehen, daß sie noch höher hinauf nach der Alm sollte; sie war krank und sollte wieder gesund werden, und doch fühlte sie keinen Schmerz. Tief im Waldesdickicht versuchte sie einmal eine Skala zu singen, sie brachte sie nicht zu stande. Das Haupt sank ihr auf die Brust; also doch –

Am Sonntag morgens kam Franz, und es war viel Freude auf der Alm.

»O, wie gut ist's,« rief Gundel, als sie mit Franz allein war, Irma saß aber nicht weit davon und hörte wiederholt die Worte: »O, wie gut ist das! Sonst hab' ich meine Arme nur zum Arbeiten, jetzt hab' ich sie doch auch, um einen Menschen um den Hals zu fassen und zu herzen und zu küssen.«

Gundel, das schwerfällige, verdrossene Mädchen, war hier oben flink und geweckt. Sie ging den ganzen Tag aus und ein, säuberte, wusch, molk, bereitete Butter und Käse, und immer sang sie dabei oder summte wenigstens eine Weise vor sich hin; die Lieder ersetzten ihr das Denken, sie war wie ein Vogel, der, so lang es Tag ist, umherflattert und singt. Die Liebe hatte ihre Seele erweckt, und die Selbständigkeit, in der sie hier oben walten durfte, ihren natürlichen Frohmut frei heraustreten lassen.

Irma betrachtete das Treiben der Genossin und das Naturleben rings um sie her mit einem Auge, als ob sie das alles nur sehe und nicht mitten drin stehend etwas davon haben sollte.

Die Sage erzählt von Genien, die aus einem Himmel herabflattern, da unten schauen, schlichten, ordnen und wieder in ihren Himmel zurückfliegen; sie haben nicht Teil an der Welt Mühen und Sorgen. –So war es Irma oft, als zöge sie sich zurück von allem Sehen, Sprechen, Teilnehmen in den einen großen Gedanken, in dem ihre Seele schwebte.

Sie ging in die Hütte und schrieb mit Bleistift noch in ihr Tagebuch die Worte:

»Wenn ich sterbe, so bitte ich meinen Bruder Bruno, eine Aussteuer an Gundel und Franz zu geben, daß sie einen eigenen Hausstand gründen können.«

Dann wickelte sie das Tagebuch wieder in die Binde, die sie um die Stirn getragen, legte die Hand darauf und gelobte sich, kein Wort mehr hineinzuschreiben; sie hatte genug in ihrer Seele gewühlt, genug von dem, was ihr Auge erschaut, festgehalten, um die schwergekränkte Freundin zu versöhnen und vor sich selber versöhnt zu sein; jetzt wollte sie nur noch ganz und allein in sich leben.

Franz hatte die Nachricht gebracht, daß Walpurga diesen Sonntag nicht kommen könne, weil der Knabe unwohl sei; nächsten Sonntag aber hoffe sie ganz bestimmt zu kommen. Irma war fast froh, sich hier erst völlig einleben zu dürfen, bevor sie jemand sprach, der sie kannte. Sie war nun ganz unter Menschen, denen ihr vergangenes Leben unbekannt war, und sie ließen sie nach ihrem Begehr allein und sprachen nur zu ihr, wenn sie fragte.

Auch am zweiten, auch am dritten Sonntag kam Walpurga nicht, sie schickte aber Salz und Brot. Irma dachte kaum, warum daß Walpurga nicht käme.

»Ein Leben, in dem nichts vorgeht« –wie sehr hatte das Irma einst verworfen; jetzt war es ihr selbst geworden, und nicht die leiseste Regung stieg in ihr auf, daß es anders sein könnte. Sie arbeitete wenig und lag dann stundenlang wieder auf ihrem Lieblingsplatz an der Berglehne.

Das ganze Leben der Natur senkte sich auf sie nieder; sie grüßte den ersten Morgentau, und der Abendtau feuchtete ihre Locken, sie war still glücklich, wünschelos, wie die ganze Natur um sie her; nur oft in der Nacht, wenn sie zu den Sternen aufschaute, die hier oben viel heller glitzerten, schwang sich ihr Geist ins Unendliche. Sie sah nach den Bergen –da stehen noch wie am Tage der Schöpfung die Zacken, die kein Menschenfuß betreten, nur die Wolken kommen dorthin und nur das Auge des Adlers ruht darauf. Sie war heimisch und traut mit dem Leben der Pflanze und des Vogels, aber sie beobachtete sie kaum mehr, das gehörte ihr zu, wie die Gliedmaßen des eigenen Körpers; die Natur war ihr nicht mehr fremd, sie selbst fühlte sich als ein Stück derselben; sie war zur Stetigkeit gelangt, in der sich das Leben wie eine reine Naturnotwendigkeit fortsetzte, ohne Rätselfrage, nicht mehr täglich aufgelöst, alles erst aus dem Chaos befreiend. Die Sonne geht täglich auf und unter, die Gräser wachsen, die Kühe weiden und dem Menschen befiehlt das Gesetz des Lebens: arbeite und denke! Die Welt um dich her steht im Gesetz und dein Leben auch; des Menschen allein ist es, daß er erkenne, was er muß, und so in Freiheit seiner Natur unterthan sei.

Klar durchleuchtet wie die blaue Luft um sie her war es in ihrer Seele, vergessen in ihr selbst, daß sie je anders gelebt und je geirrt.

Der vierte Sonntag kam, Irma ging schon früh eine lange Strecke Weges bergab. Auf dem Markstein, der die Grenze des königlichen Forstes bezeichnete, wartete sie auf Walpurga und Hansei. Jetzt, da Bauer und Bäuerin bestimmt hatten sagen lassen, daß sie kämen, war Irma wieder voll Verlangen nach Walpurga, nach dem einzigen Menschen, der sie von damals her kannte und ihr noch bestätigen konnte, wer sie sei.

Sie saß auf dem Grenzstein, sie hatte den Hut abgenommen, die Stirn war frei; das Haupt in die Hand gestützt, saß sie da und dachte darüber nach, warum tief im Hintergrund der Seele sich etwas dagegen sträubt, die Persönlichkeit aufzugeben und selbst nicht mehr zu wissen, wer man sei, und von keinem andern mehr das zu erfahren. Der Gefangene auf der Galeere wird nur bei der Zahl gerufen, aber in sich weiß er, wer er ist, und kann es nicht verlieren. Warum können wir uns nicht frei in die freie Natur auflösen?

Ihr Haupt sank tiefer herab. Da hörte sie Menschenstimmen, rasch richtete sie sich auf.

»Ist das dort nicht unsre Irmgard?« rief Hansei.

»Ja, sie ist's!«

Walpurga eilte auf sie zu und reichte ihr die Hand, Hansei stand wie versteinert; solch ein Wesen hatte er noch nie gesehen, es war ihm immer wieder, als ob sie etwas Uebernatürliches wäre; ihr ganzes Angesicht glänzte, die Augen waren viel größer geworden und darüber zeigte sich die freie hohe Stirn so weiß und glänzend wie Marmelstein. Auch Walpurga, die ja Irma in ihrer vollen Schönheit gekannt hatte, sah sie jetzt mit einem andern Blicke an, denn sie litt jetzt um ihretwillen noch anders, als die Einsame ahnen konnte; unwillkürlich legte sie die Hand aufs Herz, das ihr erzitterte.

»Warum gibst du mir keine Hand, Hansei?« fragte Irma.

»Ich –ich ––ich hab' dich noch nie so gesehen.«

Eine flüchtige Röte schoß durch ihre Stirn, sie fuhr sich mit der Hand darüber, dann reichte sie die Hand Hansei nochmals dar; Hansei drückte sie in seiner Erregtheit so heftig, daß es ihr wehe that.

Man wanderte nun gemeinsam der Almhütte zu, und kaum war man einige Schritte gegangen, so war auch das Pechmännlein da. Er war, wie er schon oft gethan, um Irma zu behüten, ihr nachgeschlichen; er bangte für sie, denn er sah, daß etwas mit ihr vorging, und wollte sie deshalb nie allein lassen.

»Nicht wahr, sie sieht prächtig aus?« sagte er zu Hansei, der bei ihm zurückgeblieben war, während Irma und Walpurga vorausgingen. »Sie lebt aber wie ein kleines Kind, von nichts als Milch, und sie will sich nicht daran gewöhnen, daß es hier oben in der Nacht schnell abkühlt, und will immer draußen sitzen in der feuchten Nacht, und ich mein' oft, sie wär' gar kein Menschenkind, sie wär' ein Engel, der auf einmal seine Flügel aufmachen und davonfliegen wird –ja, lach' nur –weit hinauf in den Himmel haben wir von da oben nicht mehr, wir sind da die nächsten Nachbarn von unserm Herrgott, hat meine Schwester immer gesagt.«

Hansei ging mit dem Ohm abseits und schaute nach der Herde. Außer dem am ersten Almtag geborenen Kalb hatten noch zwei hier oben das Licht der Welt erblickt, und alles war wohlauf. Erst nach einer Stunde kam Hansei zur Almhütte, und aus seinen Mienen sprach Zufriedenheit.

Unterdes hatte Walpurga alles in der Hütte gemustert, und auch sie hatte überall Sauberkeit und Ordnung gefunden.

Am Nachmittag kam die nächste Nachbarin, die nur eine Stunde entfernt wohnte, von ihrer Alm und brachte ihre Zither mit.

Es war keine geringe Herablassung von der Freihofbäuerin, sie sang mit Gundel und der Nachbarin; Franz konnte gut mit einstimmen und auch das Pechmännlein stellte noch seinen Mann im Singen; Hansei aber verstand keinen Laut hervorzubringen und sein Ungeschick ward zur Würde: der Großbauer singt nicht mehr.

»Nur von hier aus kann man singen, aber nicht von dort, wo man vom Städtchen heraufkommt,« rief Gundel nach dem ersten Liede. »Wenn man dort ein Wort laut spricht oder singt, gibt's einen vielfachen Widerhall.«

Sie rannte nach der Stelle und jodelte, und lang tönte es wider von den Bergen und aus den Klüften.

»Du solltest auch singen,« wendete sich Walpurga zu Irma. »Ihr glaubt gar nicht, wie schön sie's kann.«

»Ich kann nicht mehr,« erwiderte Irma, »die Stimme ist mir in der Kehle versunken.«

»So spiel uns was, du kannst ja prächtig Zither spielen,« drängte Walpurga.

Alle vereinigten sich in der Bitte und Irma mußte endlich willfahren. Das Pechmännlein hielt den Atem an, so schön hatte er noch nie spielen hören, und man weiß ja gar nicht, was die Irmgard noch alles kann. Sie ging aber bald in die Weise des wohlbekannten Liedes über und das Pechmännlein stimmte zuerst an:

»Wir beide sein verbunden.« –Es war eine gute und heitere Stunde.

Hansei führte nun seine Frau, Irma und das Pechmännlein an die Stelle, wo man einen Ausschnitt des Sees von daheim sah; er blinkte hell auf und Hansei wiederholte, es käme ihm vor, wie der Blick eines Menschen, der einen von Jugend auf kennt.

Walpurga wendete sich zu Irma; sie fürchtete, daß dieser Anblick in ihr Traurigkeit erwecke, aber diese sagte: »Mich freut es auch.«

Hansei erklärte nun Irma die ganze Umgegend, wo das und das liegt; er zeigte ihr den Berg, wo er die vielen Bäume gepflanzt, den Wald selbst sah man nicht, aber die Felsenspitze, die sich daraus emporhebt.

Walpurga ging unterdes mit dem Ohm abseits und sagte:

»Ohm, meine Mutter ist tot ...«

»Ja, das weiß ich, und du kannst nicht mehr an sie denken, wie ich; frag' nur die Irmgard, wie oft wir von ihr reden, es ist mir immer, als ob sie da in der Nebenstube wäre, es ist nicht weit hier oben zwischen uns und dem Himmel, sie kann jedes Wort hören, das wir sprechen.«

»Ja, Ohm, aber laßt mich nur ausreden, ich hab' Euch was zu sagen.«

Das war aber ein schwer Stück, daß der Ohm ruhig zuhören sollte, er hatte selber so viel zu sagen. Walpurga fuhr, immer wieder vom Ohm unterbrochen, fort:

»Ohm, Ihr seid ein gescheiter, Mann –«

»Kann sein, hat mir aber nicht viel genutzt im Leben.«

»Jetzt will ich Euch was sagen –«

»Ja, ja, sag nur, was du hast.«

»Ich bin in Sorge und Angst um unsre Irmgard –«

»Ist nicht nötig, ich hüte sie wie meinen Augapfel, da sei ganz ruhig.«

»Ja, Ohm, das weiß ich, aber es gibt gar böse Menschen und die sagen einem nach bis auf die höchsten Berge hinauf –«

»Ja wohl, der Landjäger hat schon manchen –«

»Ohm, hört mich doch geduldig an!«

»Ja, ja, ich red' ja kein Wort.«

»Also, Ohm, meine Mutter hat auch gewußt, wer die Irmgard ist.«

»Und ich weiß es auch, da brauchst du mir nichts zu sagen. Ich kenn' sie von Grund aus, ich bin nicht dumm, verlaß dich drauf.«

»Ja, Ohm, schon recht; ich hab' Euch anvertrauen wollen –«

»Kannst mir alles anvertrauen, dafür könnt' ich deine Mutter im Himmel als Zeuge anrufen.«

»Ist nicht nötig! Also, Ohm! die Irmgard hat ein schweres Leben hinter sich –«

»Weiß schon, ich hab' in der Stadt wohl was gemerkt, da muß etwas gewesen sein, daß sie einen hat heiraten sollen, den sie nicht mag. Sie ist wohl ein Nebenauskind? Oder vielleicht hat sie gar schon einen Ehemann und ist dem davongegangen? Sie hat mir die großen Häuser so angesehen –und hat sich immer in sich hinein verkriechen wollen.«

Walpurga sah staunend auf den Ohm, der sie gar nicht zu Worte kommen ließ, und plötzlich stand der Gedanke vor ihr: So warst du selbst einmal, du hast auch geglaubt, immer schwatzen zu müssen, statt zu hören, was die andern sagen, und dir gut berichten zu lassen. Sie sah den Ohm lange an, und dieser, der das für Lob hielt, erzählte nun zum erstenmal, wie es ihm mit Irma auf der Reise zu Mut gewesen, und was er alles mit ihr erlebt –die Löwen und Schlangen und die weißen Priester aus der »Zauberflöte« liefen auf der Straße herum und alles war durcheinander.

Walpurga besann sich, daß es nicht nötig sei, die Pflicht der Geheimhaltung zu verletzen; sie sagte daher nur dem Ohm, er solle Irma nie allein lassen, und wenn ein Fremdes käme –wer es auch sei –solle er sie heimlich in den Wald hineinführen, damit niemand sie sähe.

Der Ohm versprach's.

»Ja,« setzte er hinzu, »wunderlich ist's doch in der Welt. Denk nur, die Kräuter, die ich da ins Städtchen bring' für den Apotheker, die sind zum Bad für die junge Gräfin von Wildenort, für die Schwiegertochter von dem, den ich gekannt habe; und wie ich da vor der Apotheke stehe, da kommt ein Mann dahergeritten auf einem schönen glitzerigen Rappen, der hat dir Glieder wie gedrechselt, und der Mann hat ein Kind vor sich auf dem Pferd sitzen, einen Buben so wie unser Peter, in einem blauen Kleid und mit einem Federhut, und der Bub sieht dir unsrer Irmgard ähnlich, es könnte ihr eigenes Kind sein, und da sagt mir der Apotheker, das sei der Graf von Wildenort, der Sohn von dem, den ich gekannt habe, und wie er vorbeireitet, da sag' ich: Guten Morgen, Herr Graf! Er hält an und fragt mich: ›Woher kennst du mich?‹ –Und ich geb' ihm zur Antwort: Ich hab' Ihren Herrn Vater gekannt, das war gar ein braver Mann. –Und was meinst du, was er darauf gesagt hat? Gar nichts; davongeritten ist er und hat mir nicht einmal gedankt. Ich hab' mir sagen lassen, er soll nicht so brav sein, wie sein Vater, und seine Schwieger, die hält ihn unterm Daumen, daß er nicht mucksen darf. Aber schön ist das Kind und unsrer Irmgard wie aus dem Gesicht geschnitten. Es ist doch wunderlich, was man in der Welt für Sachen antrifft.«

Walpurga zitterte und ließ sich vom Ohm die Hand darauf geben, daß er drunten im Städtchen zu keinem Menschen der Irmgard erwähne, zu niemand.

Der Ohm versprach auch das und gab noch die Hand darauf, sich auch vor der Irmgard nichts davon merken zu lassen.

Gegen Abend gingen Walpurga und Hansei wieder heimwärts, und als es Nacht geworden war, auch Franz. Die Bewohner der Almhütte waren wieder allein, sie sprachen miteinander kein Wort mehr; man hatte heute schon genug gesprochen und gehört. Still war's wieder auf der Alm, nur die Glocken der Kühe läuteten aus dem Wald und von den Wiesenhängen, und drüber glitzerten die Sterne. Irma saß noch lange dort auf jener Stelle, wo man nach dem See hinausblickt, und spät erst begab sie sich zur Ruhe.

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