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Attische Sonette

Theodor Däubler: Attische Sonette - Kapitel 58
Quellenangabe
authorTheodor Däubler
titleAttische Sonette
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
year1924
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170224
projectid6dedc661
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Aus Verlorenheit

Meinem Vater

Gelobtes Land der Eltern mir, des Sanges,
Einst wähnt ich mich verträumt an deinen Rhein,
Erzählte Nordgold, dort gehört zu sein:
Ein Horn so vollen Sonnenüberschwanges,

Daß altes Licht, aus Magierhand am Ganges,
– Auf Gletscher überstülpt – zu Urgedeihn
Aus Finsternis, euch fordern sollte und befrein,
Beschloß ich deutsch zu bringen: wohl gelang es!

Noch weil' ich fort, im Morgenland, beim Wogen
Beseelter See um Hellas' hohen Strand!
Verheißungen, ihr habt noch nie getrogen:

Ein Donnern holt uns bald! Dann schwankt die Wand.
Wer griff zum Blitz? Von Lichtschwertern beflogen,
Ersprüht das Reich. Umfaß uns Flammenband!

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