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Attische Sonette

Theodor Däubler: Attische Sonette - Kapitel 48
Quellenangabe
authorTheodor Däubler
titleAttische Sonette
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
year1924
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170224
projectid6dedc661
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Ums Mond-Meer

Vernarrter Alp – ob Mond? – in kühler Liebe,
Zerdrückst du das Gewölk und wühlst ums Meer.
Gewogne Unholde beträum ich schwer
Und reck mich schräg: wie ich in Schwebe bliebe?

Mein Schlaf, jetzt stiebt verwünschtes Schwirrgetriebe:
Uns rührt gegeilter Wünschlein Schlüpfbegehr,
Sie flimmern flink zum frischen Schwesternheer:
Nun schöpft im Schlamm, bald bleibt ein Aal im Siebe!

Du mußt die Haschsucht nach dem Lichtloch strecken!
Dort oben; doch es sinkt mir, wie gewohnt –
– Voll Wolken schon – wer wird es hold verstecken?

O Wonnewogen, wie sichs wohlig lohnt,
Euch – kraus in Krägen – bloß im Hemd, zu necken:
O Mond, von Menschlein werd ich toll umwohnt.

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