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Attische Sonette

Theodor Däubler: Attische Sonette - Kapitel 21
Quellenangabe
authorTheodor Däubler
titleAttische Sonette
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
year1924
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170224
projectid6dedc661
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Die Flöte

Geweihter Hades, deiner Urkraft Flamme
Umfächert uns mit Feuerfingern fürchterlich;
Doch bangt mir kaum vor Stachels nahem Stich:
Mein Blicken rings auf Düsterung zum Stamme,

Damit er sich mit Rinde klar beklammre,
Befahl dem Glast: Zerfahl' geschwisterlich!
Im alten Walde sammelt sich das Ich,
Auch hilft mir Demeter, der Seele Amme.

So traut daheim, bei Tau und Morgenröte,
Verdankt das Auge Mandelzweigen Rast,
Denn himmlisch blühn sie auf ins Tal der Nöte.

Nun Amsel meines Liebens, frei vom Ast,
Beschwing dein Lied zum Lenz, mit Spiel der Flöte,
Wie du's von Hirten sanft vernommen hast!

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