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Attische Sonette

Theodor Däubler: Attische Sonette - Kapitel 18
Quellenangabe
authorTheodor Däubler
titleAttische Sonette
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
year1924
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170224
projectid6dedc661
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Die Sorge

Den Händen Demeters entgleiten Garben,
Der Finger krümmt sich, der die Sichel hält:
Besorgtheit wogt das Feld. Verzweiflung. Viel
Geknicktheit wettert hin, wo Schwache starben.

Im Land verschwanden nicht des Herbstes Farben;
Wie Hadespurpur naht als sanftes Ziel,
Zerbluten, doch entflammen auch – bei Spiel –
Daktylen oft, wenn Blutgeschöpfe darben.

Wo Demeter nun ruht, versinkt als Stufe
Zum Reich Erbleichender, beseelt der Stein.
Sie wandert oft. Troezen erschallt vom Rufe

In Pein. Hermione glüht im Scharlachschein
Vor der Weitwandernden, bis Styx erfährt,
Woher die Seelenflut sich schlammig nährt.

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