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Attische Sonette

Theodor Däubler: Attische Sonette - Kapitel 17
Quellenangabe
authorTheodor Däubler
titleAttische Sonette
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
year1924
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170224
projectid6dedc661
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Die Mutter

Für Frau Elsbeth Peterich

Vor Demeter, der besten, schwand die Tochter.
»Mein Kind!« war der Verletzten Scheidungs-Schrei.
Der Göttin Geist ergriff sich Raserei:
Sie strich von still – zu jäh – voll Leid, bepochter

Umgrottung Pans. Sie horchte; doch vermocht er
Nicht Wort, noch Ort zu finden, wo sie sei.
»So hilf mir Hékate! Mein Kind befrei
Vom Räuber! Wer entwand, wo unterjocht er

Das einzige, mir zarte Mägdelein?«
Rang Demeter. Das helle Weib am Weg
Belauschte seinen hohen Weihestein.

»O Mutter, hülle schwarz dich ein und leg
Vors Totentor das Ohr! Bei meinem Schein«,
So rief es: »findest du den letzten Steg!«

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