Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Wilhelm Heinse >

Ardinghello und die glückseligen Inseln

Wilhelm Heinse: Ardinghello und die glückseligen Inseln - Kapitel 41
Quellenangabe
typefiction
booktitleArdinghello
authorWilhelm Heinse
year1992
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-009792-4
titleArdinghello und die glückseligen Inseln
pages1-367
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1787
Schließen

Navigation:

Fünfter Teil

Terni, Jenner.

Neid und Eifersucht sind die Dornen im Rosengarten der Liebe.

Ich habe von Rom abreisen müssen, der Herzog ruft mich zu Geschäften. Aber ich erkenne wohl, der Kardinal wollte mich fort; er hatte schon längst ein Auge auf mich und fand bei meinem Aufenthalte nicht seine Rechnung.

Ich reise vorwärts und meine Phantasie rückwärts; Herz und alle Freude ist in Rom geblieben. Zähren des tiefsten Gefühls rannen unaufhaltbar hervor mit ihren letzten heißen Seelenblicken; wir schieden aus glühender Umarmung. O sie liebt mich, groß und edel! Erhabnes Wesen!

Ich befinde mich hier in einer Wasserwelt; die Fluten rauschen, und Ströme stürzen sich mit donnerndem Gebrüll von den Gebirgen: und doch ist mein Sinn nur wie im Taumel gegenwärtig. Das Wetter ist außerordentlich lau und warm für die Jahrszeit; aller Schnee auf dem Apennin schmilzt. Die Nera ist mächtig angeschwollen, und der königliche Velino reißt sich wie eine Sündflut aus seinem See schräg übers Gebirg herab, setzt alle Gärten und Felder der Terner in Überschwemmung und verheert sie mit seinem Schutte.

Rührend ist bei dem fürchterlichen Schauspiel, wie die hülflosen Menschen so gut und freundlich und gesellig gegeneinander bei der allgemeinen Not werden und jeder erkennt, wie wenig er für sich selbst vermag.

Im schmalen Tal, an der Nera, vor dem Einschusse des Velino, liegt ein Dörfchen von wenig Häusern, Torrosina, wie in einem kleinen Kessel. Nachdem ich die ganze Lage besehen hatte, so fand ich, daß die Terner weit weniger und fast nichts leiden würden, wenn man oben auf dem Gebirge den Velino dahin führte, daß er in die Felsenkluft, wo die Nera furchtsam hervorschleicht, sich mit seinem Tartar stürzte. Außerdem gewännen sie noch das ganze breite Bett des Flusses an die zwei Miglien lang für ihre Waldung; und der senkelrechte Sturz selbst würde an Höhe und Schönheit seinesgleichen nicht in Europa haben, da er jetzt nur gemach schräg herabrauscht. Weil aber Grund und Boden den Torrosinern gehört, so müßten sie denselben ihnen abkaufen, welcher jedoch an und für sich keinen Wert hat, da er lauter Felsen ist, und den etwanigen zukünftigen Schaden zu ersetzen versprechen, der für sie entstehen könnte, wenn die Nera bei großen Wassern vor der einbrechenden Gewalt des Velino sollte zurückgehalten werden.

Ich ging darauf in die Ratsversammlung von Terni und machte mein Gutachten als ein Werksverständiger bekannt. Alle, keiner ausgenommen, gaben dazu ihren Beifall; und dieser und jener sagte, daß er dies schon längst auch gedacht hätte. Und siehe da, man schickte kluge Redner zu den Torrosinern ab, und der ganze Anschlag wurde mit wenig Kosten genehmigt.

Aus Furcht, daß es diesen gereuen möchte, will man sogleich Hand ans Werk legen und oben das kurze neue Bett ausgraben, welches ich diesen Morgen half abstecken.

Die Sache wegen Verlegung des Velinosturzes ist alt und wurde schon zu Ciceros Zeiten verhandelt. Es scheint, die Torrosiner sind gutherziger geworden, daß sie jetzt so bald nachgaben; oder der große Schaden und Jammer der Terner hat sie mehr als jemals ergriffen und zum Mitleiden bewogen, da ihr zukünftiger Verlust gegen dieser ihren doch nur äußerst klein sein kann und vergütet werden wird.

 
Perugia, Jenner.

Ich streiche durch alle die himmlischen Gegenden ohne rechten Genuß, und nur ergreift mich noch des Wasserelements Sturm und Aufruhr und die Luft mit ihren Gewittern und Wetterstrahlen.

Der Ort enthält einen Schatz von Gemälden, und sie und die prächtig gepflasterten Straßen und schönen Paläste und Tempel zeigen allein noch den ehemaligen Wohlstand der Freiheit.

Für jetzt flüchtige Anzeige einiger Raffaele auf meinem Wege.

Fuligno hat deren zwei, die allein wert sind, in dies Paradies zu reisen. Im Nonnenkloster delle Contezze ein Altarblatt, welches die Madonna vorstellt, vom Himmel herniederschwebend, wie sie der heilige Franziskus, Hieronymus, Johannes der Täufer und ein Kardinal anbeten. Es ist aus des Meisters bester Zeit. Welche Gestalten, welche Charakter! Wie ist alles so rein bis aufs Haar bestimmt! Echte klassische Arbeit.

Der Kopf der Madonna ist einer der schönsten welschen weiblichen Köpfe. Wie klar die Stirn, wie reizend das lichte Kastanienhaar nach den Ohren weggelegt, der bräunliche Schleier wie sanft und lieblich, in den holden herniederblickenden Augen welche Güte! wie schön die großen Augenlider, vollen jugendlichen Wangen mit Schamröte überzogen, wie jungfräulich, wie süß der völlige Mund, das zarte Kinn, und die Nase wie edel herein! welch ein schönes Oval und wie reizend auf der rechten Seite herum im Schatten gehalten! wie reizend schwellen die Brüste unter dem roten sittsamen Gewand hervor!

Welch eine feurige, eifrige Frömmigkeit und Wahrheit im Kopfe des Heiligen von Assisi und welch ein schöner kniender Akt! Wie kräftig der Kopf des heiligen Hieronymus gemalt und in welchem feierlichen Ernste von Betrachtung! Johannes ist ein echter wilder Eremit, der sich nicht auf bürgerliche Höflichkeiten versteht und dreust sagt, was er denkt. Der Kardinal bloß Porträt voll Bewunderung.

Der Engel unten mit dem Täfelchen ist trefflich gemalt, nur weiß man nicht, was er soll, weil man vergessen hat, es daraufzuschreiben.

Das Kolorit in den Köpfen ist täuschend abgewechselt, wie die Natur tut. Die Figuren sind alle in Lebensgröße und die Madonna noch darüber, um sie zur ersten Person zu erheben. Sie ist am lebendigsten und wirft Glanz um sich wie Sonne. Unten ist freies Feld und ein Flecken, wo die Heiligen sich beisammen befinden, sie anrufen und anbeten und in Betrachtung verloren sind.

Im Dom eben hier am Ende des linken Kreuzgangs ein Halbbogen, worin Madonna mit dem kleinen Christus zur Linken und dem kleinen Johannes zur Rechten vor sich; zwei holde nackte Bübchen in schöner Bewegung. Hinter ihr zur Rechten der heilige Joseph und zur Linken der heilige Antonius und auf beiden Seiten neben ihr zwei Jungfrauen. Alle sind in kniender Stellung, außer den Kindern. Die drei Weiber haben treffliche Gewänder; besonders ist das Mädchen zur Linken, von welchem man den bloßen linken Fuß sieht, ganz wollusterregend und göttlich, so zeigt sich das Nackende und die schöne Form des Unterleibs, der vollen Hüften und Schenkel; das Gewand macht eine ungekünstelte Falte zwischen den Schenkeln und zieht sich im Knien an; das lüsterne Auge des Meisters sah diesen Reiz der Natur ab. Die jungen Brüstchen schwellen lockend über dem Gürtel hervor. Die Kleidung von allen dreien ist rot, griechisch, wie leichte Hemder.

Die Gesichter sind voll Huld, und die Madonna hat besonders etwas mütterlich Süßes in Aug und Mund und blickt in stiller Entzückung nieder.

Alle sind vertieft in die Kinder, die aufeinander kindlich zeigen und sich freuen. Der Kopf des heiligen Joseph ist zugleich gemalt wie vom Tizian nebst dem herrlichen Ausdruck. Der heilige Antonius allein weicht sehr von den andern ab und ist mittelmäßig durchaus, als ob er ihn nur weggejagt hätte, um fertig zu werden. Alles andre ist mit Liebe entworfen, und es herrscht die stille Raffaelische Empfindung.

Nach Rom kann man Raffaelen zu Perugia am besten kennenlernen. Das meiste von ihm ist hier in der Kirche des heiligen Franziskus. Überhaupt will ich Dir in Perugia nur drei Stücke von ihm vorzüglich empfehlen, eins aus seinem Knabenalter, eins aus seiner Jünglingschaft und eins, das er wenig Jahre vor seinem Tode vollendete, in einem Nonnenkloster vor der Stadt, welches zum Teil alles übertrifft, was er je aus sich hervorgebracht hat; das übrige wirst Du leicht einmal selbst finden.

Die zwei erstern sind bei den Franziskanern; das jüngste, in der Capella degli Oddi, stellt vor die Himmelfahrt der Madonna. In der Luft empfängt sie der Heiland, ihr Sohn, mit Engeln, die Musik machen, und krönt sie; unten stehen die zwölf Apostel an ihrem offnen Sarge. In der Einfassung, die auf dem Altar ruht, sind noch drei ganz kleine Gemäldchen angebracht: der Englische Gruß, die Anbetung der Heiligen Drei Könige und die Beschneidung. Alles ein himmlischer Inbegriff einer Menge schöner Gestalten, die in seiner Seele aufblühten.

Der Kopf der Madonna ist heilig und selig im neuen Schauen; in einigen Engelsgestalten süße Anmut, besonders der mit der Handtrommel eine wahre Volkslust. Aber das Wunderbarste sind die zwölf Apostel; welche Charakter schon Paulus, Petrus und Johannes! Paulus hat viel von seinem Aristoteles, Johannes von dem aufblickenden Jüngling beim Bramante.

In dem ersten Gemäldchen unten erscheint der Engel der Madonna in einem korinthischen Tempel. Sie betet und blickt erhaben vor sich hin, ohne ihn anzusehen; in einem Landschäftchen davor zeigt sich Gott der Vater und der Heilige Geist als Taube.

In der Anbetung der Heiligen Drei Könige sind eine Menge Figuren, worunter einige voll Ausdruck mit Erstaunen. Die Hütte in zerfallnen Ruinen und das Landschäftchen ist kindlich angenehm und erfreulich.

Die Beschneidung ist das beste unter den kleinen. Ein ionischer Tempel; die zwei Priester mit trefflichen Köpfen voll Charakter und Ausdruck, und die Seitenfiguren gefühlt und gedacht.

Das Ganze ist freilich äußerst hart und die Formen unausgebildet; alle Natur arbeitet bei ihm nur auf das erste Bedürfnis: gestaltlos; aber das Wesentliche, wobei man das andre bei Anfängern übersehen soll.

Das zweite ist die Abnehmung vom Kreuze. Das Gemälde hat zehn Figuren, fünf Männer und fünf Weiber, mit dem toten Christus und der in Ohnmacht gesunknen Mutter, die viel größer sind als im vorigen, ohngefähr zwei Drittel Lebensgröße.

Es ist in zwei Gruppen geordnet; die eine macht der von zweien getragne Tote und Joseph von Arimathias und Magdalena und hinten vermutlich noch Johannes: und die andre die Mutter mit den Jungfrauen; der den Leichnam bei den Beinen hält, verbindet sie beide.

Die Hauptfiguren leuchten gleich hervor, der tote Jüngling, die schöne Magdalena voll Schmerz, und die Mutter. Besonders aber ist die Gruppe der letztern das Vortrefflichste. Alle Gestalten sind voll Seele, jede lebt, und empfindet dabei nach ihrem Charakter. Die Mädchen, welche die Mutter fassen, sind wie die drei griechischen Grazien; vorzüglich hat das, welches den Kopf derselben hält, eine Gestalt so tiefen großen Gefühls und hoher Schönheit durchaus in Formen und Bekleidung, daß man sie gleich zu einer Euripidischen Polixena brauchen könnte.

Über die ganze Szene verbreitet sich ein sanftes Abendlicht.

Dies war seine letzte Arbeit, bevor er nach Rom kam; und man sieht darin, wie sich seine Kunst schon ihrer Vollkommenheit nähert. Sie ist das Höchste aus dieser Zeit von ihm.

Ich kann hier nicht unterlassen, ein Gemälde von Correggio anzuführen, welches dieselbe Szene vorstellt und in der Johanniskirche zu Parma in einer Seitenkapelle befindlich ist. Nach meinem Gefühl hat er alle übertroffen und erhält den Preis wie ein Sophokles: so streng und einfach und rührend, mit Verleugnung seiner sonstigen blühenden Farbenpracht und lächelnden Manier behandelt er die Begebenheit.

Erblaßt und ausgestreckt liegt der göttliche Jüngling da. Magdalena sitzt an seiner Seite und vergießt für sich in Wehmut versunken heiße Tränen, wie eine untröstlich Geliebte; und der Schmerz der zärtlichen Mutter an seinem Haupte über das entsetzliche Schicksal grenzt an des Todes Bitterkeit. Ein trübes Regenlicht um sie her; alles in Lebensgröße.

Man soll nie bei Bewunderung des einen schülerhaft gegen andre ungerecht sein. Raffael, selbst Märtyrer für Amorn, hat ferner nie das Entzücken der Liebe, den höchsten Vorwurf vielleicht für alle bildende Kunst, mit so tiefem Seelenklang und heitrer Phantasie zugleich ausgedrückt als der bei seinen Lebenstagen unberühmte hohe Lombard, Ariosts Nachbar, in seiner Io; wenn ihm auch die antike kleine Leda, mit der im Stehen sich Zeus als Schwan begattet (welche treffliche wollüstige Gruppe Ihr zum Zeichen Eurer freien Denkungsart öffentlich gerade vor dem Eingange der Markusbibliothek aufstelltet), Anlaß zur ersten Idee davon gegeben haben sollte.

Das dritte und Hauptgemälde von Raffael zu Perugia ist in dem Nonnenkloster zu Monte Luce, welches er drei Jahre vor seinem Tode vollendete. Ein Altarblatt, die Figuren völlig in Lebensgröße.

Es stellt wie das erste vor die Himmelfahrt und Krönung der Muttergottes; aber alle Spur von seines Lehrmeisters enger und schmaler Manier ist hier verschwunden. Die zwölf Apostel stehen um den Sarg, statt der Madonna mit Blumen, Rosen, Lilien, Nelken und Schaßminen, angefüllt, und blicken erstaunt auf, wo ihr Sohn sie von Wolken emporgetragen mit Engeln empfängt und krönt.

Die Mutter ist eine der frischesten weiblichen Gestalten, noch blühend wie eine Jungfrau, doch voll edlem Ernst, wie eine Matrone, und heißer wunderbarer Empfindungen der Seligkeit, im Taumel neuer Gefühle, wie vom Erwachen, alles groß an ihr und herrlich schön. Sie faltet die Hände kreuzweis an die Brüste und blickt durchaus gerührt mit entzücktem Aug auf ihren Sohn. Ihr Gesicht ist nach ihm hingewandt, und man sieht ganz die rechte Seite und vom linken Auge nur den heißen Blick; große schwarze Augen mit einem zarten Bogen Augenbraue, und dunkelblondes Haar unter dem langen grünen Schleier, der sich hinter dem rechten Ohr hinabzieht.

Christus ist feurig im Gesicht, wie ein sonnenverbrannter Kalabrier aus seinem starken Bart um die Kinnbacken, und sein ausgestreckter rechter Arm voll Kraft und Nerve, womit er ihr den Kranz aufsetzt. Der Engel mit Blumen in der Rechten an ihm hat einen Kopf voll himmlischer Schönheit, sonniglich entzückt; es scheint ihm überall Glanz aus seinem Gesicht hervorzubrechen.

Die Anordnung durchaus ist reizend und bildet das schönste Ganze. Madonna ist oben in der Mitte, Christus zu ihrer Linken, an beiden ein Jüngling von Engel bekleidet, unter diesen bei jedem ein zart nackend Bübchen, und über allen der Heilige Geist in einem dichten Duft von gelbem Himmelsglanz.

Die Auffahrt geschieht ganz gemach auf einer dunkeln dicken Wolke mit lichtem Saum und hat nicht das leichte Schweben wie in andern Gemälden davon; aber eben dadurch gewinnt die Handlung Natur und Majestät. Raffael hatte eine sehr reine klare Empfindung, die ihn minder fehlen ließ als andrer scharfer Verstand.

Je länger man den Christus betrachtet, desto mehr findet man etwas übernatürlich Göttliches, das sich nur gütig herabläßt; das Demütige der Madonna vor ihm stimmt einen nach und nach dazu. Es ist etwas erstaunlich Mächtiges und Gebieterisches in seinem Wesen, das mehr im Ausdruck liegt als den Formen selbst; wunderbare Strenge und Güte miteinander vereinbart. Ich habe noch wenig neuere Kunstwerke gesehn, die den Eindruck in der Dauer immer tiefer und tiefer auf mich gemacht hätten. Je mehr man nachdenkt und fühlt und Gestalt nachgeht, desto wahrer findet man diesen Christuskopf. Ich kann von diesem Gemälde nicht wegkommen und möchte tagelang mit Wonne daran hangen. Hoher göttlicher Jüngling, der du warst, Raffael! Unsterblicher, empfang hier meine heißeste aufrichtigste Bewunderung, und nimm gütig meinen zärtlichen Dank auf. Es gehört unter das Höchste, was die Malerei aufzuzeigen hat, diese Mutter und dieser Sohn und die vier Engel um sie her; und ich kann mich nicht von der Herz und Sinn ergreifenden Wahrheit und Hoheit wegwenden. Die zwei Hauptfiguren sind ganz wunderbar groß gedacht, in der Tat Pindarische Grazie und des Thebaners Schwung der Phantasie bis in die Draperien, die mächtige Falten werfen. Welch ein Arm, Christus aufgehobner rechter mit den weiten Ärmeln! wie ganz vollkommen gezeichnet und gemalt, und welche wetterstrahlende Wirkung tut er in der ganzen Gruppierung! und wie bescheiden zeigt sich daneben das Nackende der Mutter und füllt leicht das blaue Obergewand! So kräftig hat er nichts anders gemalt, und nirgend anderswo sind seine Formen so vollkommen reif, stark in der Art Schönheit, die ihm eigen war.

Die Apostel unten sind schwach und matt dagegen und nur wie verwelkend sterblich Fleisch, des Kontrasts wegen, aber durchaus vortreffliche Männergestalten, besonders Petrus und ein andrer im Vordergrunde, in Bewegung und Leben.

 << Kapitel 40  Kapitel 42 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.