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Ange Pitou, Band 3

Alexandre Dumas (der Ältere): Ange Pitou, Band 3 - Kapitel 3
Quellenangabe
typefiction
authorAlexander Dumas
titleAnge Pitou, Band 3
publisherFranckh'sche Verlagshandlung
translatorZoller
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectidb2bee576
created20061121
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Die Pitt.

Pitt, sprach Gilbert, dies ist der Sohn von Pitt.

Ah! sagte Pitou, gerade wie in der h. Schrift; es giebt also einen Pitt den Ersten und einen Pitt den Zweiten.

Ja, und dieser Pitt der Erste, meine Freunde ... Höret wohl, was ich Euch sagen werde:

Dieser Pitt der Erste war dreißig Jahre lang der geschworene Feind Frankreichs; er bekämpfte aus seinem Kabinette heraus, an das ihn die Gicht fesselte, Montcalm und Vaudereuil in Amerika, den Bailly von Suffren und d'Estaing auf dem Meere, Noailles und Broglie auf dem Festlande. Dieser Pitt der Erste hatte den Grundsatz gehabt, man müsse die Franzosen von Europa entthronen; dreißig Jahre hindurch nahm er uns, eine um die andre, alle unsre Kolonien, eines um das andre, alle unsre Kontors, das ganze Uferland von Indien, fünfzehnhundert Meilen in Kanada; dann, als er sah, daß Frankreich zu drei Vierteln zu Grunde gerichtet war, stiftete er seinen Sohn gegen dasselbe an, um es vollends zu Grunde zu richten, den Sohn des Pitt, den Ihr schon kennt, Vater Billot, den Pitou kennt, den das Weltall kennt und der im vorigen Mai dreißig Jahre alt gewesen ist. Ihr seht, ob er seine Zeit gut angewendet hat, meine Freunde ... nun, schon seit sieben Jahren regiert er in England, sieben Jahre bringt er die Theorien seines Vaters in Ausführung.

Wir haben also noch einige Zeit an ihm, versetzte Billot.

Ja, um so mehr, als der Lebensatem bei den Pitt kräftig ist. Laßt mich einen Beweis davon geben.

Im Jahre 1778 lag unser Feind im Sterben. Die Aerzte hatten ihm angekündigt, sein Leben hänge nur noch an einem Faden, und die geringste Anstrengung würde diesen Faden zerreißen. Man stritt damals im vollen Parlament über die Frage, ob man die amerikanischen Kolonien ihrem Verlangen gemäß nicht freigeben sollte, um den Krieg zu unterdrücken, der von den Franzosen angeregt, den ganzen Reichtum und alle Soldaten Großbritanniens zu verschlingen drohte.

Das war in dem Augenblick, wo Ludwig XVI., unser guter König, dem von der ganzen Nation der Titel: wahrer Vater der französischen Freiheit, erteilt worden war, feierlich die Unabhängigkeit Amerikas anerkannt hatte; dort, auf den Schlachtfeldern und im Rate waren das Schwert und das Genie der Franzosen überwiegend gewesen. England ließ Washington, das heißt dem Haupte der Insurgenten, die Anerkennung der amerikanischen Nationalität anbieten, wenn sich die neue Nation gegen die Franzosen umdrehen und sich mit England verbinden wollte.

Aber mir scheint, sagte Billot, das war kein redlicher Vorschlag, weder um ihn zu machen, noch um ihn anzunehmen.

Mein lieber Billot, man nennt das Diplomatie, und in der politischen Welt bewundert man sehr diese Art von Ideen. Nun denn! Billot, für so unmoralisch Sie die Sache hielten, vielleicht hätte man, trotz Washingtons, des Redlichsten der Menschen, Amerikaner gefunden, die geneigt gewesen wären, um den Preis dieser schmählichen Einräumung gegen England den Frieden zu erkaufen.

Aber Lord Chatam, der Vater von Pitt, dieser ans Krankenbett Gebannte, dieser Sterbende, dieses Gespenst, das schon bis an die Kniee ins Grab getreten war, gab seinen Arm seinem Sohn William Pitt, damals ein junger Mensch von neunzehn Jahren, und seinem Schwiegersohn; er hatte kostbare Kleider angezogen, eine Hülle, die seiner gerippähnlichen Magerkeit zu spotten schien. Bleich wie ein Gespenst, das Auge halb tot unter den erschlaffenden Lidern, ließ er sich zu seiner Bank führen, während alle Lords, erstaunt über die unerwartete Erscheinung, sich bewunderungsvoll verbeugten, wie es der römische Senat bei der Rückkehr des schon toten und vergessenen Tiberius hätte thun können.

Stillschweigend, mit einer tiefen Aufmerksamkeit hörte er die Rede von Lord Richmond, dem Urheber des Antrags, und als dieser geendigt hatte, stand Chatam auf, um zu antworten.

Da fand dieser tote Mann die Kraft, um drei Stunden zu sprechen; er fand Feuer in seinem Herzen, um den Blitz seiner Blicke zu entzünden; er fand in seiner Seele Töne, die alle Herzen bewegten.

Es ist wahr, er sprach gegen Frankreich, er hauchte seinen Landsleuten den Haß ein, er hatte alle seine Kräfte und sein ganzes Feuer heraufbeschworen, um das Land, den verhaßten Nebenbuhler des seinigen, zu Grunde zu richten und zu verschlingen. Er verbot, daß Amerika als unabhängig anerkannt würde, er verbot die ganze Verhandlung und schrie: Krieg! Krieg! Er erklärte, es sei die Pflicht jedes Engländers, eher zu Grunde zu gehen, als zu dulden, daß eine Kolonie sich vom Mutterlande loßreiße.

Er endigte seine Rede, schleuderte seine letzte Drohung hin und fiel, wie vom Schlage getroffen, nieder.

Er hatte nichts mehr auf dieser Welt zu thun; man trug ihn verscheidend weg. Einige Tage nachher war er tot.

Ho! ho! riefen gleichzeitig Billot und Pitou, was für ein Mann ist dieser Lord Chatam!

Das war der Vater des jungen Mannes von dreißig Jahren, der uns beschäftigt, sprach Gilbert, Chatam starb mit siebzig Jahren. Sein Sohn ist der Mann, der Großbritannien regiert, der zu dieser Stunde Ludwig XVI. einen tödlichen Haß geschworen hat; der Verfasser der Abhandlung von 1778; derjenige endlich, welcher nicht frei atmen wird, solange es in Frankreich noch eine geladene Flinte und eine volle Tasche giebt. Fangt Ihr an zu begreifen?

Ich begreife, daß er Frankreich sehr haßt. Ja, das ist wahr, aber ich sehe noch nicht recht ...

Nun, so leset diese vier Worte.

Und er reichte das Papier Pitou.

Englisch, versetzte dieser.

Dot not mind the money, seht nicht auf das Geld, sagte der Doktor. Und später, da er auf dieselbe Ermahnung zurückkommt:

Heißt sie das Geld nicht sparen und mir keine Rechenschaft ablegen.

Dann bewaffnen sie, sagte Billot.

Nein, sie bestechen.

An wen ist dieser Brief gerichtet?

An jedermann und an niemand. Dieses Geld, das man giebt, ausstreut, verschwendet, man giebt es Bauern, Arbeitern, Elenden, Leuten endlich, die uns die Revolution verderben werden.

Vater Billot neigte das Haupt. Dieses Wort erklärte viele Dinge.

Hätten Sie de Launay mit einem Kolbenschlag getötet?

Hätten Sie Flesselles mit einem Pistolenschuß umgebracht?

Hätten Sie Foulon gehenkt? Hätten Sie das blutige Herz von Berthier auf den Tisch der Wähler gebracht?

Schändlichkeit! rief Billot. Das heißt, wie strafbar auch dieser Mensch sein mochte, ich hätte mich in Stücke hauen lassen, um ihn zu retten; und zum Beweise mag dienen, daß ich in seiner Verteidigung verwundet worden bin.

Nun denn! Sehen Sie, Billot, es giebt viele Leute, die handeln werden, wie Sie, wenn sie nur eine Unterstützung in ihrer Nähe fühlen. Ueberläßt man sie aber den bösen Beispielen, dann arten sie aus, werden boshaft, grimmig, wütend; und wenn einmal das Uebel geschehen ist, dann macht es niemand ungeschehen.

Aber, entgegnete Billot, ich gebe zu, daß Herr Pitt, oder vielmehr sein Geld, an dem Tode Flesselles, Foulons, Berthiers Anteil gehabt hat, welchen Nutzen wird er daraus ziehen?

Gilbert lachte auf jene stille Art, welche die Einfältigen in Erstaunen setzt, und die Denker beben macht.

Welchen Nutzen er daraus ziehen werde, fragen Sie? Ich will es Ihnen sagen: Sie lieben die Revolution sehr, nicht wahr? Sie, der Sie im Blute gewatet sind, um die Bastille zu nehmen?

Ja, ich liebte Sie.

Wohl, nun lieben Sie sie weniger. Nun sehnen Sie sich nach Villers-Cotterets, nach der Ruhe Ihrer Ebene, nach dem Schatten Ihrer großen Wälder zurück.

Oh! ja. Sie haben recht, sprach Billot.

Nun denn! Sie, Vater Billot, Sie, der Pächter, der Grundeigentümer, Sie, das Kind der Ile-de-France und folglich ein alter Franzose, Sie repräsentieren den dritten Stand, Sie sind von dem, was man die Majorität nennt. Sie aber sind der Sache überdrüssig.

Ich gestehe es.

Dann wird die Majorität überdrüssig werden wie Sie! Und eines Tages strecken Sie die Arme den Soldaten des Herrn von Braunschweig oder des Herrn Pitt entgegen, die im Namen dieser zwei Befreier Frankreichs kommen werden, um Ihnen die gesunden Lehren zurückzugeben.

Nie.

Bah! warten Sie doch!

Flesselles, Berthier und Foulon waren im Grunde Schurken, wagte Pitou einzuwenden.

Wahrhaftig! wie Herr von Sartines und Herr von Maurepas Schurken waren; wie es Herr d'Argenson und Herr Philippeaux vor ihnen waren, wie Herr Law einer war, wie es die Duvernye, die Leblanc und die Pairs waren; wie Herr Fouquet einer, wie Mazarin ein andrer war; wie Samblancey, wie Enguerand von Marigny Schurken waren; wie Herr von Brienne einer für Herrn von Calonne, und Herr von Calonne einer für Herrn Necker ist, -- und wie Herr Necker einer für das Ministerium sein wird, das wir in zwei Jahren haben werden.

Ho! ho! Doktor, murmelte Billot, Herr Necker ein Schurke, niemals.

Wie Sie, mein lieber Billot, ein Schurke für den kleinen Pitou sein würden, wenn ein Agent des Herrn Pitt imstande wäre, ihm unter dem Einfluß von einem Schoppen Branntwein und zehn Franken für den Tag, gewisse Theorieen im Aufruhrmachen beizubringen. Dieses Wort Schurke, sehen Sie, mein lieber Billot, ist das Wort, mit dem man in der Revolutionszeit den Menschen bezeichnet, der anders denkt, als man selbst denkt; wir sind bestimmt, es alle zu tragen, mehr oder weniger. Einige werden es soweit tragen, daß es ihnen ihre Landsleute noch auf ihr Grab schreiben, andre noch weiter, daß die Nachwelt den Beinamen bestätigen wird. Das ist es, mein lieber Billot, was ich sehe, und was Sie nicht sehen. Billot, Billot, die redlichen Leute dürfen sich also nicht zurückziehen.

Bah! erwiderte Billot, wenn die redlichen Leute sich zurückzögen, so würde die Revolution darum nichtsdestoweniger ihren Fortgang nehmen; sie ist einmal entfesselt!

Ein neues Lächeln trat auf die Lippen Gilberts.

Großes Kind! sagte er, wer verläßt den Pflug, wer spannt die Pferde aus, und sagt: Gut, der Pflug bedarf meiner nicht, er wird seine Furche ohne mich ziehen. Aber, mein Freund, diese Revolution, wer hat sie denn gemacht? die ehrlichen Leute, nicht wahr?

Frankreich schmeichelt sich damit. Mir scheint, Lafayette, Bailly, Necker sind ehrliche Männer; mir scheint, Herr Elie und Herr Hullin, Herr Maillard, welche mit mir kämpften, sind ehrliche Leute; mir scheint endlich, Sie selbst ...

Nun denn, Billot, wenn die ehrlichen Leute sich zurückziehen, wer wird dann arbeiten? Diese Elenden, diese Mörder, diese Schurken, die Lohnknechte von den Handlangern des Herrn Pitt.

Antworten Sie ein wenig hierauf, Vater Billot, sagte Pitou überzeugt.

Nun denn, erwiderte Billot, man wird sich bewaffnen und sie niederschießen wie Hunde.

Wer wird sich bewaffnen?

Jedermann.

Billot, Billot, wollen Sie sich nur eines Umstandes erinnern, mein guter Freud, wollen Sie sich erinnern, wie man das, was wir in diesem Augenblicke treiben, nennt?

Das nennt man Politik, Herr Gilbert.

Wohl, in der Politik giebt es kein absolutes Verbrechen, man ist ein Schurke oder ein redlicher Mann, je nachdem man die Interessen desjenigen, welcher uns beurteilt, verletzt oder ihnen dient. Sobald wir einmal so weit sein werden, nehmen wir uns in acht, Billot. Es sind Leute am Sterz und Pferde an den Strängen des Pfluges. Er geht, Billot, er geht, und zwar ohne uns.

Das ist erschrecklich, sagte der Pächter. Doch wenn er ohne uns geht, wohin wird er gehen?

Gott weiß es! erwiderte Gilbert, ich weiß es nicht.

Nun denn! wenn Sie es nicht wissen, Sie, der Sie ein Gelehrter sind, Herr Gilbert, um so viel weniger kann ich es wissen, ich, der ich ein Ungelehrter bin. Ich entnehme also hieraus das beste, was wir, Pitou und ich, thun können. Wir kehren nach Pisseleux zurück. Wir werden wieder zum Pfluge greifen, ich meine den wahren Pflug, den von Eisen und Holz, mit dem man die Erde umwühlt, und nicht den von Fleisch und Knochen, genannt das französische Volk, das hinten ausschlägt, wie ein zuchtloses Pferd. Wir werden Getreide bauen, statt Blut zu vergießen, und frei und freudig als Herren bei uns leben. Kommen Sie, kommen Sie, Herr Gilbert! Teufel, ich mag gern wissen, wohin ich gehe.

Einen Augenblick Geduld, mein wackeres Herz, sprach Gilbert, nein, ich weiß nicht, wohin ich gehe, ich habe es Ihnen gesagt, und ich wiederhole es; doch ich gehe und will immer gehen. Meine Pflicht ist vorgeschrieben, mein Leben gehört Gott; aber meine Werke sind eine Schuld, die ich dem Vaterland zu bezahlen habe. Ich verlange bloß, daß mir die Stimme meines Gewissens zurufen kann: Gehe, Gilbert, du bist auf gutem Wege! Das ist alles, was ich brauche. Ich harre aus, Billot. Irrtum oder nicht, ich fahre fort. Gott behüte mich, daß ich behaupte, das Ereignis werde meine Ohnmacht nicht beweisen. Auf, Billot, laßt uns nicht selbstsüchtig sein. Nutzen wir uns ein wenig ab, mein Freund; bleibe bei mir, Billot.

Wozu, wenn wir das Böse nicht verhindern?

Billot, wiederhole dieses Wort nie, denn ich würde dich weniger schätzen. Du hast Fußtritte, hast Faustschläge, Kolbenstreiche, du hast selbst Bajonettstiche bekommen, als du Foulon und Berthier retten wolltest.

Und alles dies umsonst, fügte Billot bei.

Nun, wenn Ihr statt zu zehn oder zwanzig von Eurem Mute zu sein, zu zweihundert, dreihundert gewesen wäret, so würdet ihr den Unglücklichen seinem gräßlichen Tode entrissen und der Nation eine Schmach erspart haben. Darum, statt daß du nach dem Lande zurückkehrst, das ziemlich ruhig ist, darum verlange ich von dir, soweit ich etwas von dir verlangen kann, mein Freund, daß du in Paris bleibest, damit ich unter der Hand einen starken Arm, ein rechtschaffenes Herz habe, damit ich meinen Geist und mein Werk auf dem redlichen Probierstein deines gesunden Verstandes und deiner reinen Vaterlandsliebe erprobe, damit endlich du, -- wenn ich statt Gold, das wir nicht haben, die Liebe für das Vaterland und das öffentliche Wohl verbreite, -- bei einer Menge unglücklicher Verirrter mein Agent sein mögest; damit du mein Stab seist, wenn ich am Ausglitschen bin, mein Stock, wenn ich zu schlagen habe.

Der Hund eines Blinden, sagte Billot mit einer erhabenen Einfachheit.

Ganz richtig, erwiderte Gilbert mit demselben Tone.

Nun denn, ich nehme das an, sprach Billot; ich werde sein, was Sie verlangen.

Ich weiß, daß du alles verlässest, Vermögen, Frau, Kinder, Glück! Doch sei unbesorgt, das wird nicht für lange sein. Und ich, fragte Pitou, was werde ich thun?

Du, erwiderte Gilbert, indem er den naiven, kräftigen, auf seinen Verstand sich wenig einbildenden Jungen anschaute, du wirst nach Pisseleux zurückkehren, um die Familie Billots zu trösten und ihr die heilige Sendung zu erklären, die er übernommen hat.

Auf der Stelle! rief Pitou, indem er bei dem Gedanken, zu Katharine zurückzukehren, vor Freude zitterte.

Billot, sagte Gilbert, geben Sie ihm Ihre Anweisungen.

Höre, sprach Billot.

Katharine ist von mir zur Gebieterin des Hauses ernannt. Verstehst du?

Und Frau Billot? versetzte Pitou, ein wenig erstaunt über diese Hintansetzung der Mutter zu Gunsten der Tochter.

Pitou, sprach Gilbert, nachdem er den heimlichen Leitgedanken Billots an einer dem Familienvater zur Stirne gestiegenen, leichten Röte schnell erraten hatte, erinnere dich des arabischen Sprüchworts: Hören ist gehorchen.

Pitou errötete ebenfalls; er hatte seine Unbescheidenheit beinahe begriffen und gefühlt.

Katharine ist der Geist der Familie, sprach Billot ohne Umstände, um seine Gedanken zu punktieren.

Gilbert verbeugte sich beipflichtend.

Ist das alles? fragte der Junge.

Für mich, ja, antwortete Billot.

Aber nicht für mich, sagte Gilbert. Pitou, du wirst mit einem Briefe von mir nach dem College Louis-le-Grand gehen; du wirst diesen Brief dem Abbé Berardier einhändigen; er wird dir Sebastian übergeben, und du wirst ihn zu mir bringen. Wenn ich meinen Sohn umarmt habe, führst du ihn nach Villers-Cotterets, wo du ihn dem Abbé Fortier übergiebst, damit er mir nicht zu viel Zeit verliert. An den Sonntagen und Donnerstagen wird er mit dir ausgehen; laß ihn, ohne etwas zu fürchten, durch Wald und Flur wandern; es taugt mehr für meine Ruhe und für seine Gesundheit, wenn er dort ist.

Ich habe begriffen, rief Pitou, darüber entzückt, zugleich die Freundschaften aus der Kinderzeit und die unbestimmten Regungen eines gereifteren Gefühls in sich zu finden, das bei dem zauberhaften Namen Katharines in ihm erwachte.

Er stand auf, und nahm von Gilbert, der lächelte, und von Billot, der träumte, Abschied.

Dann lief er weg, um Sebastian Gilbert, seinen Milchbruder, beim Abbé Berardier zu holen.

Und wir, sagte Gilbert zu Billot, wir wollen arbeiten.

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