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Altdeutsche und Altnordische Helden-Sagen

Anton Edzardi: Altdeutsche und Altnordische Helden-Sagen - Kapitel 9
Quellenangabe
typelegend
authorUnbekannte Autoren
titleAltdeutsche und Altnordische Helden-Sagen
publisherVerlag von Albert Heitz
printrunZweite Auflage
editorAnton Edzardi
year1880
translatorFriedrich Heinrich von der Hagen
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150512
projectid9d926f7d
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Sechstes Kapitel

Die Ueberschrift ist nicht lesbar.

So war Sigmund los geworden, der Stock aber zerbrochen, und Sigmund hielt sich nun da in der Nähe im Walde auf. Hielt sich auf? helzt statt hefst? Abermals ||93) sandte Signy, zu erfahren, wie es stehe und ob Sigmund lebe. Und als die [Boten] kamen, sagte er ihnen die ganze Begebenheit, wie es zwischen ihm und der Wölfin ergangen war.

| Da begab sie sich hin zu ihrem Bruder, und sie faßten den Rathschluß, daß er dort eine Erdhütte im Walde baute. Nun ging es so eine Zeit lang, daß Signy ihn dort verbarg und ihm das gab, dessen er bedurfte. | König Siggeir aber wähnte, daß Volsung's Söhne alle todt wären.

König Siggeir hatte zwei Söhne mit seiner Frau; und von denen wird gesagt, daß, da sein älterer Sohn zehn Winter alt war, Signy ihn hinsandte zu Sigmund, damit er ihm Hilfe leistete, wenn er etwa versuchen wollte seinen Vater zu rächen. Der Knabe ging zum Walde und kam spät Abends zu Sigmund's Erdhütte. Der nahm ihn gebührend freundlich auf und | sagte, daß er ihr Brot zubereiten sollte; »ich aber« [sagte er] »will Brennholz suchen,« und gab ihm einen Mehlbeutel in die Hand; er selbst ging Holz zu suchen. Als er aber wiederkam, hatte der Knabe nichts geschafft hinsichtlich der Brotbereitung. Da fragte Sigmund, ob das Brot fertig wäre. Er antwortete: »Nicht wagte ich, den Mehlbeutel anzufassen, denn da lag etwas Lebendiges im Mehl.« Da glaubte Sigmund zu wissen, daß dieser Knabe nicht so wohl beherzt sein werde, daß er ihn bei sich haben möchte. Als nun die Geschwister (Sigmund und Signy) zusammen kamen, sagte Sigmund, daß er keine Hilfe dabei fände Eigentlich: »daß er [darum] nicht einem Manne (Helfer) sich um so näher fühlte.«, wenn auch der Knabe bei ihm wäre. | Signy sprach: »Nimm ihn denn und tödt' ihn: er braucht dann nicht länger zu leben.« Und also that er. Nun verging dieser Winter. Und einen Winter darauf sandte Signy ihren jüngeren Sohn zu Sigmund; doch bedarf's davon keiner langen Erzählung. Es erging genau ebenso Eigentlich: »als ob es dasselbe wäre«., daß er auch diesen Knaben auf Signy's Rath tödtete. ||94)

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