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Altdeutsche und Altnordische Helden-Sagen

Anton Edzardi: Altdeutsche und Altnordische Helden-Sagen - Kapitel 56
Quellenangabe
typelegend
authorUnbekannte Autoren
titleAltdeutsche und Altnordische Helden-Sagen
publisherVerlag von Albert Heitz
printrunZweite Auflage
editorAnton Edzardi
year1880
translatorFriedrich Heinrich von der Hagen
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150512
projectid9d926f7d
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Zehntes Kapitel

Sigurd hatte einen Pflegevater gehabt Königssöhne wurden oft außerhalb des Hofes von angesehenen Dienstmannen des Vaters aufgezogen (Weinhold, Altn. Leb. S. 285 f.)., der übernahm es für ihn, sowohl Schiffe auszurüsten als auch Mannschaft dazu zu werben, so daß sie alle bemannt wären. Und es ging so schleunig damit, daß die Flotte, welche Sigurd auszurüsten hatte, nach Verlauf von drei Nächten fertig war; er hatte fünf Schiffe, und alle wohlgerüstet. Und nach Verlauf von fünf Nächten hatten Hvitserk und Bjorn vierzehn Schiffe gerüstet, Ivar aber zehn Schiffe (und Aslaug weitere zehn Ist wohl ein Zusatz, da gleich nachher die Söhne sie nicht auf ihrer Flotte mitfahren lassen wollen, worauf sie mit einem Landheer auszuziehn beschließt. Das hätte keinen Sinn, wenn ihr selbst zehn Schiffe zur Verfügung standen.) nach Verlauf von sieben Nächten seit der Zeit, daß sie miteinander geredet und die Heerfahrt gelobt hatten.

Jetzo kamen sie alle zusammen, und sagte einer dem andern, eine wie große Flotte er aufgebracht hätte. Hierauf sagte Ivar, daß er eine Ritterschaar auf dem Landwege entsandt habe. Da sprach Aslaug: »Wenn ich gewußt hätte, daß ein Heer, welches zu Lande zöge, in Gang gebracht werden til gangs komast. Vielleicht ist aber gagns zu lesen (»zu Nutze kommen könnte«). Der Sinn ist jedenfalls: »daß es möglich wäre, mit einem Heer auf dem Landwege (mit einem Landheer) zum Ziel zu gelangen«. könnte, hätte ich [auch] ein großes Heer senden können.« »Wir dürfen uns nun nicht [mehr] damit aufhalten (sagte Ivar): mit dem Heere, welches wir zusammengebracht haben, müssen wir nun die Fahrt unternehmen.« Da sagte Aslaug, sie wollte mit ihnen fahren: »so weiß ich dann am besten, wie viel Fleiß darauf verwendet wird, die Brüder zu rächen.« »Gewiß ist,« sagte Ivar, »daß du nicht auf unsere Schiffe kömmst: [aber] das soll geschehen, wenn du es willst, daß du das Heer anführest, welches den Landweg zieht.« Sie willigte ein. Da nahm sie einen andern Namen an ||260 und ward nun Randalin Dieser Name, zusammengesetzt mit rönd = Schild, soll sie, die wie eine Walkyrje (s. oben S. 46***) in den Kampf zieht, als Schildmaid, Walkyrje bezeichnen. genannt.

Beide Heere machten sich nun auf den Weg, und hatte Ivar bestimmt, wo sie sich treffen sollten. Ihre Fahrt ging beiderseits glücklich von statten, und sie trafen sich an dem verabredeten Orte. Sobald sie nach Schweden ins Reich König Eystein's kamen, zogen sie mit dem Heerschilde darüber hin Wie oben S. 273***., so daß sie alles verbrannten, was ihnen vorkam, und kein Menschenkind am Leben ließen; ja sie trieben es so weit, daß sie alles tödteten, was lebendig war.

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