Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Anton Edzardi >

Altdeutsche und Altnordische Helden-Sagen

Anton Edzardi: Altdeutsche und Altnordische Helden-Sagen - Kapitel 18
Quellenangabe
typelegend
authorUnbekannte Autoren
titleAltdeutsche und Altnordische Helden-Sagen
publisherVerlag von Albert Heitz
printrunZweite Auflage
editorAnton Edzardi
year1880
translatorFriedrich Heinrich von der Hagen
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150512
projectid9d926f7d
Schließen

Navigation:

Fünfzehntes Kapitel

Ueberschrift? (Bei Bugge keine Angabe.)

Regin schmiedete nun ein Schwert und gab es Sigurd in die Hand. Der nahm das Schwert und sprach: »Dies ein schlechtes Geschmiede, Regin!« und hieb in den Amboß, und das Schwert zerbrach. Er warf die Klinge weg, und hieß ihn ein ander besser Schwert schmieden. Regin schuf ein ander Schwert und gab es an Sigurd; der blickte es an: »Dieses wird dir gefallen; aber schwer ist es, für euch zu schmieden.« Sigurd versuchte dieses Schwert, und zerbrach es wie das vorige. Da sprach Sigurd zu Regin: »Du wirst deinen alten Blutsfreunden gleichen und treulos sein.«

Sigurd ging nun zu seiner Mutter; sie begrüßte ihn freundlich. Sie redeten da mit einander und tranken. Da sprach Sigurd: »Haben wir denn recht vernommen, daß König Sigmund euch das Schwert Gram in zwei Stücken übergab?« Sie erwiderte: »Wahr ist das.« Sigurd sprach: »Gieb es mir in die Hand, ich will es haben.« Sie sagte, von ihm sei Heldenwerk zu erwarten, und gab ihm das Schwert.

Sigurd ging nun zu Regin, und hieß ihn, daraus ein Schwert machen nach [bestem] Vermögen. Regin ward böse und ging zur Schmiede mit den Schwertstücken, und däuchte ihm Sigurd allzu viel zu verlangen hinsichtlich des Schmiedens. | Regin machte nun ein Schwert, und als er das aus der Esse zog, erschien es den Schmiedeknechten, als wenn Feuer aus den Schneiden brenne. Er hieß Sigurd es hinnehmen, und sagte, er verstehe nicht ein Schwert zu schmieden, wenn dieses versagte. | Sigurd hieb in den Amboß, und klöbte ihn nieder bis zum Fuße, und nicht brach noch zersprang es. Er lobte das Schwert sehr, und | ging zum Flusse mit einem Flock Wolle, und warf ihn gegen den Strom: und es ward zerschnitten, als er das Schwert dagegen hielt. Da ging Sigurd vergnügt heim. | Regin sprach: »Jetzt, da ich das Schwert geschmiedet habe, werdet ihr euer Versprechen erfüllen ||116) und Fafni aufsuchen.« Sigurd entgegnete: »Ich werde es ausführen, doch zuvor noch etwas anderes, nämlich meinen Vater rächen,« Sigurd ward, je älter er ward, um so beliebter bei allem Volke, so daß jedes Kind ihn von Herzen liebte.

 << Kapitel 17  Kapitel 19 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.