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Allerlei Schnick-Schnack

Georg Bötticher: Allerlei Schnick-Schnack - Kapitel 62
Quellenangabe
typepoem
booktitleAllerlei Schnick-Schnack
authorGeorg Bötticher
yearca. 1900
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleAllerlei Schnick-Schnack
created20050321
sendergerd.bouillon
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Das Genie.

        Ein Herbsttag war's von seltner Pracht:
In Schwärmen zog's durch Feld und Hain –
Hier ward gejauchzt und da gelacht
Und dort gerast im Ringelreihn!

Nur eines Manns ward ich gewahr,
Der abseits schlich, zum finstern Wald,
Das Antlitz bleich und lang das Haar – –
Zu ihm gesellt ich mich alsbald:

»Wer bist du, Unglückselger, sprich,
Der menschlichen Verkehr verneint?«
Da blickt' er mitleidsvoll auf mich
Und lächelte und sprach: »Mein Freund,

In Rudeln, gleich dem Herdenvieh,
Vergnügt sich der gemeine Troß.
Doch abseits wandelt das Genie
Einsam wie das Rhinoceros!
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