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Allerlei Schnick-Schnack

Georg Bötticher: Allerlei Schnick-Schnack - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
booktitleAllerlei Schnick-Schnack
authorGeorg Bötticher
yearca. 1900
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleAllerlei Schnick-Schnack
created20050321
sendergerd.bouillon
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Spitzen.

Der Männergesangverein.

              Ich bin der Männerg'sangverein:
Ich donnre laut – ich säusle fein.
Im Kontrastieren bin ich groß,
Erstaune, Welt: gleich geht es los!

Der Sinn des Ganzen, des Gedichts,
Bekümmert mich und schiert mich nichts.
Doch was im Einzelworte steckt,
Das wird von mir der Welt entdeckt!

Ich bin der Männerg'sangverein:
Die schwersten Texte krieg ich klein.
Kein einzig Silbchen bleibt verschont,
Je nach dem Sinn wird es betont:

Die »milde Nacht« – flöt ich so zart,
Daß keinen Ton das Ohr gewahrt . . .
Doch folgt darauf die »wilde Schlacht« –
Dann, Trommelfell, nimm dich in acht!

Ich bin der Männerg'sangverein:
Mein Forte geht durch Mark und Bein!
Dagegen haucht auch niemand so
Wie ich das Pianissimo . . .

Mein Wahlspruch lautet: Schwarz und Weiß.
Mit ihm erring ich Preis auf Preis.
Triumph, wenn jetzt – du gar nichts hörst . . .
Und jetzt – vor Schreck zusammenfährst!

Ich bin der Männerg'sangverein:
Ich donnre laut – ich säusle fein.
Im Kontrastieren bin ich groß,
Erstaune, Welt: gleich geht es los!

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