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Allerlei Schnick-Schnack

Georg Bötticher: Allerlei Schnick-Schnack - Kapitel 29
Quellenangabe
typepoem
booktitleAllerlei Schnick-Schnack
authorGeorg Bötticher
yearca. 1900
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleAllerlei Schnick-Schnack
created20050321
sendergerd.bouillon
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Klage.

        Ach, wie hat sich doch verschoben
Heut so vieles in der Welt,
Rechts und links und unten, oben
Scheint vertauscht und umgestellt!

Nicht mehr führt der Herr die Dame,
Heute henkelt er sich ein,
Bei »Verlobten« steht sein Name
Nicht mehr vorn, nein hinterdrein.

Nicht beim Griff heut, bei der Zwinge
Hält den Schirm der Elegant.
Männer tragen Armesringe,
Fraun ein Stöckchen in der Hand.

'ne Manschette dient als Kragen
Heut dem jungen Mann von Pli.
Fährt ein Paar im eignen Wagen,
So kutschiert unfehlbar sie.

Taschen sind am Hinterviertel
Und auch da, man weiß nicht wo.
Andres sitzt beinah am Gürtel
Und ist überhaupt so so – –

Alles, scheint es, geht zunichte,
Was so lang bewährt sich doch.
Blieb die Nas' uns im Gesichte,
Fragt man doch: wie lange noch?

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