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Allerlei Geister

August Kopisch: Allerlei Geister - Kapitel 9
Quellenangabe
typemisc
booktitleAllerlei Geister
authorAugust Kopisch
editorLeo Greiner
firstpub1848
year1913
publisherMartin Mörikes Verlag
addressMünchen
titleAllerlei Geister
created20050724
sendergerd.bouillon
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Der Reuter auf grauem Roß

      Er fiel für sie in wilder Schlacht,
Sein Geist erscheint zu Roß bei Nacht. –
        Wie heiß sie ihn umschließt!
        Wie sie in Tränen fließt! –
›Margrete, graut dir nicht?‹ –
        »Wie soll mir graun, bin ich bei dir,
        Bin ich bei dir und du bei mir?«

Er schwingt sie auf sein Roß so grau
Und jagt und streift den lichten Tau: –
        ›Wie scheint der Mond so hell,
        Wie reitet Tod so schnell! –
Margrete, graut dir nicht?‹ –
        »Wie soll mir graun, ich bin bei dir,
        Ich bin bei dir und du bei mir!«

Da jagt das Roß im engen Kreis: –
›Margret! du wirst wie Schnee so weiß!
        Die Erde weicht hinein,
        Es lischt des Mondes Schein!
Margrete, graut dir nicht?‹ –
        Da hangt sie stumm an seinem Mund
        Und über ihnen schließt der Grund.

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