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Gutenberg > Joachim Ringelnatz >

Allerdings

Joachim Ringelnatz: Allerdings - Kapitel 111
Quellenangabe
typepoem
booktitleAllerdings
authorJoachim Ringelnatz
firstpub1928
year1928
publisherErnst Rowohlt Verlag
addressBerlin
titleAllerdings
pages3-170
created20061130
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Gewisse junge Burschen

        Seltsam schauen diese Jungen ins Leben,
Davon sie gar nichts begreifen,
In einer Zeit, da sie gar nichts erleben
Und eben deshalb so gesund reifen.

Drückt kein Gewehr sie, auch kein Ranzen.
Ohne zu ahnen, wissen sie.
Ohne zu fragen, beherrschen und tanzen
Sie sicher jede Zurzeit-Melodie.

Wie lange wird's währen?
Wer ist der erste Rohling, der spricht,
Um sie aufzuklären?
Ich wagte es nicht.

Und ihre Mädchen, vom gleichen Jahr,
Meist jünger sogar,
Lassen sich gern scheinbar lenken
Und empfinden wunderbar:
Er gibt uns gar nichts zu denken.

Gönnt doch den jungen, frischen
Tieren ihr freudiges Weichmaulgefräß.
Ihrem Zahnarzt entwischen
Sie doch nicht. Bestimmungsgemäß.

Neben mir, still, vom Ball abgewandt,
Steht so einer dergleichen.
Ich möchte so gern aus der flachen Hand
Ihm ein Stück Zucker reichen.

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