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Alle guten Geister!

August Kopisch: Alle guten Geister! - Kapitel 7
Quellenangabe
authorAugust Kopisch
titleAlle guten Geister!
publisherErich Matthes, Leipzig und Hartenstein im Erzgebirge
year1924
illustratorAnnemarie Nägelsbach
firstpub1923
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180612
projectid87f4b034
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Stiefel

Im alten Schlosse Calenberg
Wohnt' einst – weil man ihn ließ,
Ein Geist, der Stiefel hieß,
Der war kleinknurpsig wie ein Zwerg,
Und hatte einen Stiefel an
Fast größer als der ganze Mann.

Er war durchaus von neuem Schlag,
Gar nicht wie andere sind,
Und furchtsam wie ein Kind,
Im Finstern und am hellen Tag:
Kam einen etwa Grauen an,
Fort lief der arme Stiefel dann.

Sagt' einer: kleiner Stiefel sprich,
Warum steckst du das Bein
In solchen Stiefel drein?
So wimmert er gar jämmerlich:
Wenn ich's nicht in dem Stiefel hab',
So zupft es mir der Pudel ab!

Er hielt sich zu dem jungen Herrn,
Der gab ihm oft zum Spaß
Konfekt und dies und das:
Milchlecken mocht' er gar zu gern!
(Von einem Muttersöhnelein
Soll Stiefelchen die Seele sein.)

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