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Alle guten Geister!

August Kopisch: Alle guten Geister! - Kapitel 5
Quellenangabe
authorAugust Kopisch
titleAlle guten Geister!
publisherErich Matthes, Leipzig und Hartenstein im Erzgebirge
year1924
illustratorAnnemarie Nägelsbach
firstpub1923
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180612
projectid87f4b034
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Willegis

Es sahn, am Thum zu Mainz, die adeligen Herrn
Den Willegis zum Bischof nicht allerwege gern.
      Der war ein Wagnersohn:
      Sie malten, ihm zum Hohn,
      Mit Kreide Räder an die Wand:
      Die sah er, wo er ging und stand,
      Doch es nahm Willegis
      An dem Schimpf kein Ärgernis.

Denn als der fromme Bischof die Räder da ersehn,
So hieß er seinen Knecht nach einem Maler gehn.
      Komm Maler, male mir,
      Ob jeder Tür dahier,
      Ein weißes Rad im roten Feld;
      Darunter sei die Schrift gestellt:
      Willegis, Willegis,
      Denk', woher du kommen sis'!

Nun wurde von den Herren im Thum nicht mehr geprahlt:
Man sagt: sie wischten selber hinweg was sie gemalt.
      Sie sahn, dergleichen tut
      Bei weisem Mann nicht gut.
      Und was dann für ein Bischof kam,
      Ein jeder das Rad ins Wappen nahm.
      Also ward Willegis
      Glorie das Ärgernis!

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