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Alle guten Geister!

August Kopisch: Alle guten Geister! - Kapitel 13
Quellenangabe
authorAugust Kopisch
titleAlle guten Geister!
publisherErich Matthes, Leipzig und Hartenstein im Erzgebirge
year1924
illustratorAnnemarie Nägelsbach
firstpub1923
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180612
projectid87f4b034
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Alp

Ich stellte den Stuhl nicht an die Wand,
Und wandte die Schuh' am Bett nur halb,
Und nahm den Daumen nicht in die Hand,
Da kam des Nachts der böse Alp.
Er bohrte durch ein Wandloch sacht,
Ich dacht', und nahm es genau in acht:
»Sollst dich auf mir nicht wiegen,
Wart, wart, ich will dich kriegen!«

Und als er zur Wand hereingeschlüpft,
Und auf den Zehen leise ging,
Da war ich zum Loch an der Wand gehüpft,
Und stopft es zu, da schrie das Ding,
Mit feiner Stimm': »o Pein, o Pein,
Nun muß ich hier gefangen sein!
O weh, wie werden weinen,
Zu Hause, meine Kleinen!«

»O Menschlein, wimmert er bitterlich:
Hab' sieben Kinderchen zu Haus,
Die müssen verhungern fürchterlich,
O Menschenkind, laß mich hinaus.«
Da sprach ich: »komm nicht wieder herein«.
Da sprach er: »nein, gewiß nicht, nein«.
Kaum, daß ich ihm aufmachte ...
Husch! war er hinaus, und lachte. –

Und, wie er so lachte, ging ich nach,
Und als ich vor die Haustür kam,
War er schon unten an dem Bach:
Ich sah, wie er ein Ruder nahm
Und lief hinab und hielt den Kahn:
Da winselt' er von neuem dort
Und sah zuletzt mich drohend an.
Ich ließ den Kahn, – da glitt er fort! –
Mich überkam ein Grauen,
Vor seinen Augenbrauen.

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